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Unterwerk Ingenbohl: Versorgungssicherheit für die Innerschwyz

 

CKW und EWS investieren innert 4 ½ Jahren in die Erneuerung des UW Ingenbohl insgesamt über 20 Millionen Franken und rund 22‘000 Arbeitsstunden. Dabei werden wenn möglich lokale Betriebe berücksichtigt. Die Erneuerung «Unterwerk Ingenbohl» findet in zwei Etappen statt: Von April 2009 bis November 2010 wurde die erste Etappe gebaut. Der Baubeginn der zweiten Etappe war im April 2011. Die neue 220kV-Schaltanlage wird voraussichtlich im September 2012 in Betrieb genommen werden. Bis im Dezember 2012 wird das Projekt abgeschlossen.

 

Die alte Anlage – datiert von 1963 – genügte den heutigen Anforderungen an die Sicherheit und Verfügbarkeit nicht mehr. Deshalb wird die Gesamtanlage erneuert. Die alten Freiluftanlagen werden durch vollgekapselte, gasisolierte Schaltanlagen ersetzt. Die In-house Installation steht für grössere Versorgungssicherheit und tiefere Wartungskosten. Ausserdem schneiden gasisolierte Schaltanlagen wirtschaftlich und ökologisch über die gesamte Lebensdauer besser ab als Freiluftanlagen. Weiter passen die zwei kleinen Gebäude der gasisolierten Schaltanlagen besser in das Landschaftsbild des Schwyzer Talkessels.

 

Die Erneuerung einer Anlage wie Ingenbohl ist eine planerische und logistische Herausforderung. Die elektrische Energieversorgung der Endkunden darf während den ganzen Umbauphasen nicht eingeschränkt werden. Alle Komponenten müssen zur richtigen Zeit auf der Baustelle sein und das bei unterschiedlichen Lieferfristen. Auch sicherheitstechnisch ist eine solche Erneuerung eine grosse Herausforderung. Da alle Freiluftanlagenteile immer noch unter Spannung stehen, musste akribisch auf die Einhaltung der Vorschriften geachtet werden. Die erste Etappe konnte ohne Vorfälle abgeschlossen werden.
Die neue gasisolierte Schaltanlage bildet die «Drehscheibe» für die Energieversorgung im Talkessel Schwyz
Das Unterwerk Ingenbohl bildet den direkten Anschluss der Energieversorgung Innerschwyz an die «Stromautobahn Schweiz», an das schweizerische Höchstspannungsnetz. Das Unterwerk Ingenbohl versorgt insgesamt 23 Gemeinden in den Kantonen SZ, UR, LU und ZG mit Strom. Insgesamt sind dies 67‘000 Stromkunden, verteilt auf ein Gebiet von 600 km2.
Unterstation Kriens: Eine Investition von über 12 Mio. CHF in die sichere Energieversorgung

Im September 2009 haben ewl energie wasser luzern und CKW die Bauarbeiten zur ersten gemeinsamen Netzanlage, der Unterstation Kriens, gestartet. Durch den gemeinsamen Bau und Betrieb nutzen die beiden Energieversorger Synergien und sparen Kosten. Die Investition in die neue Unterstation beläuft sich auf über 12 Millionen Franken. ewl und CKW sparen durch die gemeinsame Anlage rund 7 Millionen Franken.
Mit der gemeinsamen Anlage ersetzen die Versorger das Unterwerk Fenkern (ewl) sowie die Unterstation Kriens (CKW). Der Standort der neuen Gemeinschaftsanlage ist die heutige Unterstation Kriens der CKW. Die neue Unterstation wurde schrittweise bis November 2011 in Betrieb genommen. Beide Unternehmen bauen in einem Neubau neben der bestehenden Unterstation Kriens je einen Transformator ein, der die eigenen Schaltanlagen speist. Zur Sicherung der Versorgung ist die Anlage so ausgelegt, dass im Notfall ein Transformator ausreicht, um beide Schaltanlagen zu versorgen.
Investitionen in andere Unterstationen

In den vergangenen Jahren wurden etappenweise auch die Unterstationen Dierikon, Ruopigen, Emmenbrücke, Ettiswil, Rotkreuz, Hochdorf, Schüpfheim, Langnau, Küssnacht und Sursee technisch aufgerüstet. In Planung sind weitere Investitionen in den Netzbetrieb für eine sichere Stromversorgung.