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CKW-Jahresbericht 2010/11: Stromverbrauch steigt – Ergebnis deutlich unter Vorjahr

Die CKW-Gruppe steigert in einem anspruchsvollen Marktumfeld ihre Gesamtleistung um 1,8 Prozent auf 936,7 Mio. CHF. Dazu beigetragen haben die konjunkturbedingte Zunahme beim Stromabsatz, der Stromhandel sowie der höhere Umsatz aus dem Installationsbereich. Aufgrund mehrheitlich regulatorischer Effekte sinkt das Betriebsergebnis (EBIT) um 36,7 Prozent auf 91,4 Mio. CHF, das Unternehmensergebnis um 25,9 Prozent auf 88,9 Mio. CHF.

 

Erhöhte Gesamtleistung

Die CKW-Gruppe steigert die Gesamtleistung 2010/11 um 1,8 Prozent auf 936,7 Mio. CHF (Vorjahr 920,2 Mio. CHF). Die Zunahme ist vor allem auf die gute wirtschaftliche Entwicklung in der Zentralschweiz zurückzuführen. Davon konnten insbesondere die Segmente Energie und Installationen profitieren. Bei Grosskunden steigt die Stromnachfrage in der Berichtsperiode um 12,2 Prozent. Der gesamte Stromabsatz von 6'454 Mio. kWh liegt 5,8 Prozent höher als im Vorjahr. Unterstützt durch die intensive Bautätigkeit in der Region steigen die Erträge aus dem Installationsgeschäft um 8,6 Prozent auf 122 Mio. CHF. Hingegen reduziert sich die Gesamtleistung im Segment Netze um 5,1 Prozent auf 305 Mio. CHF. Die Reduktion ist im Wesentlichen auf eine Rückstellung für das Berichtsjahr von 12 Mio. CHF zurückzuführen, die aufgrund noch nicht rechts¬kräftiger regulatorischer Eingriffe im Segment Netze gebildet wurde.

 

Rückgang Betriebsergebnis um 36,7 Prozent

Der Aufwand für die Energiebeschaffung steigt trotz höherer Verfügbarkeit und grösserer Produktion der Partnerwerke überproportional an. Negativ ausgewirkt hat sich die Entwicklung der Finanzmärkte. Die unter den Erwartungen liegende Performance der eidgenössischen Stilllegungs- und Entsorgungsfonds für Kernanlagen belastet den Energiebeschaffungsaufwand mit 17,6 Mio. CHF (Vorjahr 2,0 Mio. CHF).

 

Während die direkt beeinflussbaren Kosten durch Effizienzmassnahmen reduziert werden, wird der Betriebsaufwand durch regulatorische Eingriffe stark belastet. Einerseits mussten Rückstellungen in der Höhe von 21,0 Mio. CHF gebildet werden. Dies im Hinblick auf eine noch nicht rechtskräftige Verfügung der Eidgenössischen Elektrizitätskommission (ElCom) zu den Netztarifen vergangener Geschäftsjahre. Andererseits hat das Bundesgericht im Fall Stahl Gerlafingen einen Leitentscheid gefällt, der auch Grosskunden unter bestimmten Voraussetzungen den gestehungskostenorientierten Grundversorgungsanspruch zugesteht. In der Folge davon hat CKW mit ihren Grosskunden für die Periode ab der Marktöffnung bis zum Bilanzstichtag rückwirkende Vereinbarungen getroffen. Diese Rückvergütungen belasten das Betriebsergebnis mit 14,1 Mio. CHF.

 

Das Betriebsergebnis (EBIT) verschlechtert sich insgesamt um 36,7 Prozent auf 91,4 Mio. CHF (Vorjahr 144,5 Mio. CHF). Das Unternehmensergebnis sinkt in der Berichtsperiode um 25,9 Prozent auf 88,9 Mio. CHF (Vorjahr 120,0 Mio. CHF) und entspricht damit einem Gewinn von 14.48 CHF je Aktie. 

 

Investitionen in Versorgungssicherheit

Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, investiert die CKW-Gruppe in der Berichtsperiode insgesamt 95,3 Mio. CHF (Vorjahr 122,2 Mio. CHF) in Betriebsanlagen. Mit 71,6 Mio. CHF fliesst der grösste Teil in den Ausbau und die Erneuerung der Netzinfrastruktur. Im Vorjahr wurden für das neue, nach Minergie-P®-Standard gebaute Verwaltungsgebäude in Rathausen 20,2 Mio. CHF aufgewendet.

 

Zuverlässige Arbeitgeberin und Ausbildnerin

Die CKW-Gruppe beschäftigt insgesamt 1'762 Mitarbeitende in 1'589 Vollzeitstellen und rund 80 verschiedenen Berufen. Im Geschäftsjahr 2010/11 führt hauptsächlich die Umsatzerhöhung im Installationssegment zur Schaffung von 88 neuen Vollzeitstellen. Mit 287 Lernenden beträgt der Lehrstellenanteil gemessen an der Gesamtzahl der Vollzeitstellen über 18 Prozent. Dieser Wert liegt weit über dem gesamtschweizerischen Durchschnitt.

 

Kennzahlen der CKW-Gruppe


Ausblick 2011/12

CKW-Kunden bezahlen weniger für ihren Strom: Dank der attraktiven Kostenstruktur, der hohen Verfügbarkeit der Kernkraftwerksbeteiligungen sowie der erfolgreichen Beschaffungsoptimierung sinken die Stromtarife für Haushaltskunden zum zweiten Mal in Folge und sind ab 1. Oktober 2011 (ohne Abgaben) um durchschnittlich 2,4 Prozent tiefer. Die Industriekunden profitieren infolge des Bundesgerichtsurteils im Fall Stahl Gerlafingen vom gestehungskostenorientierten Tarifmodell.

 

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet CKW mit einem weiterhin anspruchsvollen Geschäftsumfeld. Sowohl künftige regulatorische Entscheide als auch die ungewissen Konjunktur- und Finanzmarktentwicklungen in der Schweiz und in Europa können das Ergebnis und die Strompreise von CKW wesentlich beeinflussen.

 

Generalversammlung 2012

Die regulatorischen Eingriffe im abgelaufenen Geschäftsjahr beeinflussen die Ertragslage von CKW auch in Zukunft. Umfangreiche Investitionen in Energieproduktion, Energieeffizienz und Netzinfrastruktur stehen an. Aus diesen Gründen beantragt der Verwaltungsrat der Generalversammlung vom 27. Januar 2012 eine reduzierte Dividende von 4.50 CHF (Vorjahr 9.00 CHF) je Aktie. Die Dividendenzahlung erfolgt am 3. Februar 2012.

 

Vizepräsident Rolf Bösch stellt sein Mandat als Verwaltungsrat auf die kommende Generalversammlung zur Verfügung. Als Nachfolger wird Martin Schwab, CFO der Axpo Holding AG, vorgeschlagen.

 

Der CKW-Geschäftsbericht 2010/11 (Jahresbericht und Jahresrechnung) steht auf der CKW-Website zur Verfügung: Investoren > Geschäftsbericht.

 

Luzern, 9. Dezember 2011

 

 
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Medienmitteilung zum CKW-Jahresbericht 2010/11 vom 9. Dezember 2011