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Urner Oberland erhält Anschluss an die «Stromautobahn»

In einem Gemeinschaftsprojekt haben die Elektrizitätswerk Altdorf AG (EWA), die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) und die Kraftwerk Göschenen AG (KWG) 6,5 Millionen Franken in die Versorgungssicherheit des Urner Oberlands investiert. Auf dem Areal des KWG erstellten sie den zweiten Anschluss des Kantons Uri an das Schweizerische Höchstspannungsnetz. Damit wird sowohl die Versorgungssicherheit erhöht wie auch der zukünftige Energiebedarf des Tourismusresorts in Andermatt gedeckt.

 

Das Urner Oberland hat einen Anschluss an das Schweizer Höchstspannungsnetz erhalten. Möglich wurde dies dank einer neuen Netzkupplung zwischen dem 50- und dem 220-Kilovolt-Netz auf dem Areal der Kraftwerk Göschenen AG (KWG). In den Umbau der Freiluftschaltanlage investierten die Elektrizitätswerk Altdorf AG (EWA), die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) und das KWG zusammen 6,5 Millionen Franken. Im Vorfeld hatte eine Studie die neue Netzkupplung als die ökologischste, wirtschaftlichste und technisch optimale Variante zur Erhöhung der Versorgungssicherheit ausgewiesen. Mit der Kupplung in Göschenen verfügt der Kanton Uri jetzt neben Plattischachen in Amsteg über eine zweite Anbindung ans Schweizer Höchstspannungsnetz.

 

Das Herzstück für die Verbindung zwischen der Schweizer «Stromautobahn» und dem EWA-Netz ist ein 220/50-Kilovolt-Kuppeltransformator mit einem Betriebsgewicht von rund 138 Tonnen. Damit können die Gemeinden im Urner Oberland und Urserntal nun über zwei unabhängige Leitungen mit Strom versorgt werden: Im Normalfall über die bestehende 50-Kilovolt-Leitung des EWA und bei deren Ausfall direkt über die 220-Kilovolt-Leitung des Höchstspannungsnetzbetreibers Swissgrid.

 

Dank des hohen Automatisierungsgrades erfolgt der Betrieb der Freiluftschaltanlage vollautomatisch – ferngesteuert von den Netzleitstellen von CKW und EWA in Emmen (LU) bzw. Altdorf (UR).

 

Grössere Kapazität für das neue Tourismusresort

 

Zu den Vorteilen der neuen Verbindung gehört neben einer erhöhten Versorgungssicherheit für das Urner Oberland und den Gotthard-Strassentunnel auch die grössere Übertragungskapazität ins Urserntal. Dort wird aufgrund des neuen Tourismusresorts «Andermatt Swiss Alps» künftig ein grösserer Energiebedarf erwartet. Bei einem Vollausbau des Resort rechnen Fachleute mit einer Verdoppelung der Energienachfrage und einer Verdreifachung des Leistungsbedarfs. Um diesen Bedürfnissen Rechnung zu tragen, wurde bereits vor einem Jahr eine neue Kabelleitung zwischen Göschenen und Andermatt verlegt. Mit der Inbetriebnahme der neuen Netzkupplung sind nun alle technischen Voraussetzungen erfüllt, um dereinst genügend Strom ins Urserntal liefern zu können.

 

Die Bauarbeiten für die Erweiterung der Freiluftschaltanlage Göschenen begannen im Sommer 2011. Nach einem Testbetrieb erfolgte im März 2012 die reguläre Inbetriebnahme. An einem Informationsanlass wurde die Anlage am Dienstag, 6. März 2012, den Kantons- und Gemeindebehörden vorgestellt.

 

Luzern, 7. März 2012
Je weiter der Transport, desto höher die Spannung

Die Freiluftschaltanlage ist Teil des elektrischen Versorgungsnetzes. Zur möglichst verlustarmen Übertragung des Stroms vom Kraftwerk zu den Verbrauchern wird er über mehrere Spannungsebenen transportiert. In der Freiluftschaltanlage in Göschenen erfolgt die Transformation von 220 Kilovolt (220‘000 Volt) auf 50 Kilovolt. In einem weiteren Schritt wird der Strom für die Grobverteilung auf 15 Kilovolt heruntertransformiert. Für die Feinverteilung zu den einzelnen Verbrauchern folgt schliesslich eine Transformierung auf 400 Volt.
Bild in 300dpi 
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Weitere Medienauskünfte erteilen:
Elektrizitätswerk Altdorf AG Centralschweizerische Kraftwerke AG
Daniel Regli Dorothea Ditze
Kommunikationsbeauftragter Mediensprecherin
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E-Mail: daniel.regli(at)ewa.ch E-Mail: communications(at)ckw.ch
Medienmitteilung vom 7. März 2012