Energieszenario des Bundes

Nach dem Atomunfall in Fukushima hat der Bundesrat die Energieperspektiven 2035 für den Bereich Elektrizität aktualisiert. Daraus resultierten drei Varianten:
- Weiterführung der bisherigen Stromproduktion mit allfälligem vorzeitigem Ersatz der ältesten drei Kernkraftwerke.
- Kein Ersatz der bestehenden Kernkraftwerke am Ende ihrer sicherheitstechnischen Betriebsdauer.
- Stilllegung der bestehenden Kernkraftwerke vor Ende ihrer sicherheitstechnischen Betriebsdauer.
Im Sommer und im Herbst 2011 hat das Parlament entschieden, die zweite Variante zu verfolgen.
Stromperspektiven 2050
Diese «Energiewende» erfordert in den Augen des Bundesrats eine neue Energiepolitik mit dem Ziel, die Nachfrage nach Strom bis 2050 erheblich zu reduzieren. Der Bundesrat geht in seiner Strategie davon aus, dass Strom zwei- bis dreimal teurer werden muss, damit die angestrebten Effizienzziele erreicht werden können.
Zur Deckung der Stromnachfrage setzt der Bundesrat verstärkt auf erneuerbare Energien, daneben aber auch auf den Einsatz fossiler Energien in Anlagen mit Wärme-Kraft-Kopplung (gleichzeitige Produktion von Wärme und Strom) und in Gaskraftwerken (Gas-und-Dampfturbinen-Kraftwerke). Dabei resultiert eine Erhöhung des CO2-Ausstosses, was den Bemühungen um eine Reduktion dieser klimaschädlichen Emissionen zuwiderläuft.
Variante 2: Schrittweiser Ausstieg
Der graue Spickel zeigt den vorhersehbaren Landesverbrauch der Schweiz. Die obere Linie ist die Entwicklung, wenn wir «weitermachen wie bisher», die untere Linie ist die Nachfrageentwicklung mit der neuen Energiepolitik.
Die weisse Lücke unterhalb des Spickels zeigt den mindestens erwarteten Deckungsbedarf.
Zwischen 2015 und 2020 ist zusätzlich ein Ausbau der Speicherpumpen vorgesehen.


