STROMMARKTÖFFNUNG
- CKW kann die ursprüngliche Preiserhöhung (28.08.2008) um 45 Prozent reduzieren (siehe auch Interview mit CEO Andrew Walo).
- Damit fällt der Tarif eines Durchschnittshaushalts in der Zentralschweiz in diesem Jahr nur noch 10 Prozent höher als 2008 aus. Ein Durchschnittshaushalt zahlt neu etwa 1‘080 CHF pro Jahr und damit immer noch 100 CHF weniger als 1994.
- Seit dem 1. April sind die neuen Tarife von CKW auf dieser Website zu finden. Die Tarife gelten rückwirkend per 1. Januar 2009.
- Seit 1. Januar 2009 gilt die Marktöffnung für Kunden ab 100'000 kWh jährlich und damit freie Wahl beim Energieversorger
- Kosten für Energie (Strom) und Netz (Transport) werden neu für alle Kunden separat ausgewiesen
- Der Systemwechsel im Bereich Netz verursachte ursprünglich Mehrkosten von 69 Mio. CHF für CKW Kunden. Entscheide von Bundesrat und Elektrizitätskommission im Dezember 2008 reduzieren Mehrkosten im Netzgebiet von CKW um rund 33,0 Mio. CHF
- CKW trägt angespannter Wirtschaftslage Rechnung und gewährt Kunden zusätzlich für 2009 einen Rabatt von insgesamt 12,0 Mio. CHF
- Dadurch wird sich das CKW-Ergebnis auf Jahresbasis um über 40 Mio. CHF verschlechtern
- CKW fordert Lösung für ungleiche Belastung der Regionen
Reduktion der Mehrkosten für CKW-Kunden um 45 Prozent
Der Bundesrat hat am 12. Dezember 2008 die Stromversorgungsverordnung (StromVV) revidiert. Basierend auf den Vorschlägen der Energiebranche und der Economiesuisse haben der Bundesrat und die Elektrizitätskommission (ElCom) Massnahmen erlassen, die den Anstieg der Strompreise 2009 dämpfen. Die Reduktion der Tariferhöhung ist möglich, weil einerseits Massnahmen des Bundesrates und der ElCom Mehrkosten für Kunden reduzieren und andererseits CKW zusätzlich 12 Mio. CHF aufgrund der angespannten Wirtschaftslage für das Jahr 2009 übernimmt. Alle diese Massnahmen werden das Ergebnis von CKW auf Jahresbasis um über 40 Mio. CHF verschlechtern.
Die Massnahmen von Bund und ElCom senken nicht nur Mehrkosten, sie erhöhen auch die Gestehungskosten der Kraftwerke und damit letztlich die Energiepreise der Kunden. Darüber hinaus benachteiligt die Einführung der Einheitstarife im Übertragungsnetz mit jeder Kostensteigerung die Zentralschweiz gegenüber anderen Regionen überproportional. Darum setzt sich CKW weiter dafür ein, dass bald ein Ausgleich der Regionen betreffend die Einheitstarife im Übertragungsnetz herbeigeführt wird. Das würde die Mehrkosten für CKW-Kunden nochmals reduzieren und allfällige Kostensteigerungen im Übertragungsnetz dämpfen. CKW engagiert sich in der Arbeitsgruppe, die Moritz Leuenberger ins Leben gerufen hat, um Lösungen zu diesem Sachverhalt zu erarbeiten.
Tarifanpassung: 10% anstatt 18%
Die im August 2008 angekündigte Erhöhung von 18 Prozent reduziert sich damit um fast die Hälfte. Durchschnittlich müssen die Tarife der Haushalt- und Gewerbekunden in der Grundversorgung noch um 10 Prozent angepasst werden. Ein Haushalt in der Zentralschweiz zahlt noch 1‘080 CHF im Jahr. CKW hat die Reduktion für alle Tarife 2009 berechnet und am 1. April 2009 publiziert. Die reduzierten Tarife werden rückwirkend ab 1. Januar 2009 wirksam.
Die letzte Preiserhöhung musste CKW 1994 vornehmen. Von 2000 bis 2008 konnte CKW die Strompreise mehrmals reduzieren. Mit der jetzt veröffentlichten Anpassung zahlt der Zentralschweizer Durchschnittshaushalt immer noch 100 CHF weniger als zum Zeitpunkt der letzten Strompreiserhöhung 1994.
Grosse Industriekunden haben individuell ausgehandelte Verträge, deren Preise für die Energie sich am Markt orientieren und über eine vereinbarte Zeit fixiert sind. Diese Kunden profitieren jedoch auch von den erwähnten Massnahmen, weil sich damit die Tarife für die Netznutzung um bis zu 30 Prozent reduzieren.
Für die Versorgung ihrer Kunden wendet CKW jedes Jahr über 70 Mio. CHF für Investitionen in Netzinfrastruktur und für die Instandhaltung auf.
Strom: 2010 immer noch günstiger als 1994

Vergleich mit rwe-Angebot (CO2-freier Strom)


