150 Tonnen unterwegs

Erneuerung Kraftwerk Göschenen

Damit das Kraftwerk Göschenen auch in Zukunft zuverlässig Strom produziert, investieren die Partner CKW und SBB in dessen Unterhalt. So wurde vor kurzem ein 150 Tonnen schwerer Rotor des Kraftwerks von Göschenen nach Kriens transportiert, um ihn dort zu sanieren. Das Projekt forderte vollen Einsatz und präzises Arbeiten von allen Beteiligten.


In einem Wasserkraftwerk wird die kinetische Energie des Wassers in elektrischen Strom umgewandelt. Dieser Prozess funktioniert ähnlich wie bei einem Velodynamo: Die Kraft des Wassers treibt Turbinen an, diese versetzen einen angekoppelten Rotor in Bewegung. Der 150 Tonnen schwere, bewegliche Rotor ist Bestandteil des Generators: Zusammen mit dem Stator – dem zweiten, fest verbauten Bestandteil des Generators – wandelt er die kinetische Energie des Wassers in Strom um. Jeder der insgesamt sechs Rotoren des Kraftwerks Göschenen ist bereits seit dessen Inbetriebnahme im Jahr 1962 im Einsatz. Damit das Kraftwerk in den nächsten 40 Jahren weiterhin Strom produzieren kann, werden die Turbinen, Generatoren, Transformatoren und Sekundärsysteme nach und nach erneuert. Im Sommer wurde einer der Rotoren von Göschenen nach Kriens zu Andritz Hydro in die Werkstatt gebracht. Die Firma ist spezialisiert auf solche Revisionsarbeiten.

Impressionen vom Transport

Die Sanierung

Das Kraftwerk Göschenen ist ein Hochdruck-Speicherkraftwerk, das mit vergleichsweise wenig Wasser, dafür aber hohem Druck arbeitet. Es verfügt über sechs Turbinen, jede davon mit einer Leistung von 40 MW. Die Jahresproduktion des Kraftwerks entspricht dem 1,5-fachen Energieverbrauch des gesamten Kantons Uri.

Damit das Kraftwerk für die nächsten mindestens 40 Jahre gerüstet ist, investiert CKW 60 Millionen Franken in dessen Erneuerung. Seit 2013 laufen die Sanierungsarbeiten, die noch bis 2022 andauern werden. Dazu gehören die Sanierung der Generatoren, bestehend aus Rotoren und Statoren, sowie jene der Transformatoren, der Energieableitung und der Sekundärtechnik. Die Erneuerung der Statoren ist besonders aufwendig, denn diese müssen demontiert und vollständig ersetzt werden. Da die Bestandteile der Statoren bei laufendem Betrieb stark erhitzt werden, hat sich das Material teilweise bewegt, was die Demontage erschwert. Weiter werden die 110 Tonnen schweren Transformatoren ersetzt. Ziel der Arbeiten ist es, das Kraftwerk fit zu machen für die neuen Anforderungen des Strommarkts und der -netze. Fachleute vom Kraftwerk Göschenen, von CKW, SBB und etwa einem Dutzend Drittfirmen führen die Erneuerungsarbeiten gemeinsam durch.

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