Ladestationen für Immobilien

Die richtige Strategie für Liegenschaften
Kontakt aufnehmen

In jeder Tiefgarage Wallboxen installieren – klingt simpel, doch der Teufel steckt im Detail. Worauf Sie als Eigentümer und Verwalter achten müssen, wenn Sie Ladestationen in Ihren Immobilien installieren möchten.

Antworten auf Ihre Fragen zu Ladestationen

Die Installation von Ladestationen in Immobilien oder auf Arealen erfordert eine klare Strategie. Erfahren Sie hier die wichtigsten Grundlagen. Damit Sie gleich an der richtigen Stelle im Text weiterlesen, klicken Sie das passende Thema an.  


1. Wie umgehen mit dem steigenden Interesse an Elektromobilität? 

2. «Recht auf die Wallbox» – was sind die Pflichten? 

3. Was sagt die neue SIA-Richtlinie 2060? 

4. Wie unterscheiden sich Wallboxen und Ladesäulen? 

5. Was muss ich wissen über Lastmanagement und individuelle Abrechnung? 

6. Was sind die nächsten Schritte? 

Das Interesse an Elektromobilität steigt – sind Sie dafür gerüstet?

Mit dem wachsenden Marktanteil von Elektroautos wachsen auch die Anforderungen an Ihre Immobilien. Mieter, Stockwerkeigentümer oder Gewerbe verlangen nach einer Infrastruktur, um die Elektrofahrzeuge in der Nacht oder während der Arbeit laden zu können. 

Als Eigentümer, Verwalter, Immobilienspezialisten oder Vermieter kommen Sie daher nicht mehr darum herum, sich Gedanken zu machen über die Installation von Elektroauto-Ladestationen in Ihren Gebäuden. Dies betrifft einerseits Neubauten, andererseits vor allem auch bestehende Bauten. Dort bringt die Bereitstellung einer Ladeinfrastruktur für Elektroautos oft technische Herausforderungen mit sich. 

Rechtliche Aspekte – stehen Sie in der Pflicht?

Eigentümer von Einfamilienhäusern können selbst entscheiden, welche Lademöglichkeit sie in ihr Haus einbauen wollen. Für Stockwerkeigentümer und Mieter gestaltet sich die Situation etwas schwieriger. Erstere benötigen für die Installation von Wallboxen und den Ausbau des Hausanschlusses die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft. Mieter von Wohnungen wiederum müssen einen Antrag an den Vermieter stellen, wenn sie ihr Fahrzeug in der Tiefgarage laden wollen. Gleiches gilt auch für Mieter von Gewerbeliegenschaften, die ihren Mitarbeitenden oder Kunden die Möglichkeit bieten wollen, das Elektroauto zu laden. 

In anderen Ländern wie beispielsweise Deutschland existieren bereits Gesetze, die Mietern und Stockwerkeigentümern den rechtlich bindenden Anspruch einräumen, ihr Auto im eigenen Haus zu laden. Ein solches Gesetz gibt es in der Schweiz zurzeit nicht (Stand März 2021). Doch es ist zu erwarten, dass auch die Schweizer Politik die Elektromobilität in den kommenden Jahren stark vorantreibt. Entsprechende Vorstösse sind bereits eingereicht.  

Produkt-Packages für Immobilienspezialisten

Entdecken Sie unsere Lösungen für Ihre Immobilie. 

SIA 2060: Richtlinie für E-Mobility-Infrastruktur in Gebäuden

Bereits seit 2020 in Kraft ist das SIA-Merkblatt 2060. Dieses nennt die Punkte, die von der Planung über die Installation bis zum Betrieb einer E-Ladestation zu berücksichtigen sind. Unter anderem definiert das Merkblatt fünf verschiedene Ausbaustandards für die Vorbereitung von Immobilien. Diesen Ausbaustandards ist ein jeweiliger Zielwert zugeordnet. Für Mehrfamilienhäuser sehen die Ausbaustandards und Zielwerte wie folgt aus: 

  • Ausbaustufe A: Leerrohr zum Parkplatz («Pipe to Power»).  
    Zielwert: 100 Prozent aller Mehrfamilienhäuser.
  • Ausbaustufe B: Eingangskabel zum Gebäude («Power to Building»).  
    Zielwert: 60 bis 80 Prozent aller Parkplätze eines Mehrfamilienhauses (Dimensionierung der Anschlussleitung).
  • Ausbaustufe C1: Stromkabel zur Garage («Power to Garage»).  
    Zielwert: 60 bis 100 Prozent aller Parkplätze eines Mehrfamilienhauses.
  • Ausbaustufe C2: Parkplatz mit Stromversorgung («Power to Parking»).  
    Kein quantitativer Zielwert.
  • Ausbaustufe D: Ladestation vorhanden («Ready to Charge»).  
    Zielwert: 20 Prozent aller Parkplätze eines Mehrfamilienhauses, mindestens zwei Ladeplätze.
SIA 2060: Richtlinie für E-Mobility-Infrastruktur in Gebäuden

Bildquelle: in Anlehnung an Protoscar, Ratgeber für die Installation von Ladesystemen für eFahrzeuge 2021, 5. Ausgabe

 

Gemäss den Zielwerten des SIA-Merkblatts sollen also sämtliche neu gebauten Parkplätze in Mehrfamilienhäusern für die Ausbaustufe A ausgerüstet sein. Dabei sollen bei jedem Mehrfamilienhaus mindestens zwei Ladeplätze (Ausbaustufe D) zur Verfügung stehen. 

Typen von Ladestationen: Wallbox versus Ladesäule

Beim Laden von Elektrofahrzeugen und bei der entsprechenden Infrastruktur stehen zwei Parameter im Vordergrund: die Ladezeit sowie die Ladeleistung der Station. Je höher die Ladeleistung, desto schneller ist das Elektroauto geladen.

Ladegeschwindigkeit Elektroauto Ladestation

 

Fahrzeuge stehen meistens mehrere Stunden am selben Ort, deshalb spielt die Geschwindigkeit keine grosse Rolle. Für Ladestationen in Tiefgaragen von Wohn- oder Bürogebäuden reicht demnach meist eine Ladestation mit einer Leistung von 11 kW. 

Unterwegs hingegen, beispielsweise auf einer längeren Reise, ist die Ladegeschwindigkeit entscheidend. Für Betreiber von Arealen und öffentlich zugänglichen Parkplätzen kann auch eine Schnellladestation mit einer Leistung ab 50 kW attraktiv sein. 

Grundsätzlich lassen sich zwei Typen von Ladestationen für E-Autos unterscheiden: 

Wallbox

Wallbox

Die Station ist an der Wand (Tiefgarage oder Aussenbereich) montiert. Sie verfügt in der Regel über einen einzelnen Anschluss.

Ladesäule

Ladesäule

Die Station ist am Boden (üblicherweise im Aussenbereich) montiert. Sie verfügt in der Regel über mehrere Anschlüsse.

Hinsichtlich der Leistung bestehen keine wesentlichen Unterschiede: Wallboxen und Ladesäulen decken ein breites Spektrum ab. Die Wahl der passenden Ladestation hängt nicht zuletzt vom geplanten Einsatz ab: Wollen Sie in einer Tiefgarage jeden Parkplatz mit einer Ladestation ausrüsten, sind Wallboxen die passende Lösung. Für einen Stellplatz vor dem Gebäude, den mehrere Elektroautofahrer nutzen, eignen sich Ladesäulen.  

Haben Sie Fragen zu den E-Mobilitätslösungen für Immobilienverwaltungen?

Stromverbrauch steuern und Abrechnung individualisieren

Am Beginn der Planung stehen einige Grundsatzfragen: Eigentümer, Vermieter und Immobilienspezialisten müssen evaluieren, wie viele E-Ladestationen sie den Mietern oder Stockwerkeigentümern und dem Gewerbe sowie Besuchern zur Verfügung stellen wollen. Weiter gilt es zu entscheiden, wie die Erschliessung erfolgen soll (Leerrohre, Kabeltrassen oder Flachbandkabel). Betreiber von Arealen sollten sich zudem fragen, ob der Standort für eine Schnellladestation geeignet ist. 

Ausserdem sollten Sie zusammen mit einem Spezialisten klären, welche Menge an Strom bereitstehen muss. Die Leistung einer Ladestation beträgt 11 Kilowatt (16 Ampere). Wenn alle Elektroautos gleichzeitig laden, müssten bei 50 E-Autos also theoretisch 50 × 16 = 800 Ampere bereitstehen. Diese Strommenge lässt sich aber auf rund ein Fünftel reduzieren, wenn Sie ein dynamisches Lastmanagement installieren. Dieses steuert und optimiert die verfügbare Gesamtladeleistung mit dem Stromverbrauch im gesamten Gebäude. 

Soll der bezogene Strom individuell für jeden Nutzer abgerechnet werden, installieren Sie eine Ladestation mit integriertem Zähler und einer Abrechnungslösung, bei dem sich der Nutzer beispielsweise mittels RFID-Karte identifizieren kann. 

Lastmanagement und Abrechnung sind Teil eines smarten Lademanagement-Systems. Damit regulieren Vermieter oder Immobilienspezialisten den Energieverbrauch der Immobilie besser und behalten stets den Überblick über Verbrauch und Kosten. 

Fazit: Elektromobilität – ein lohnenswertes Investment für die Zukunft

Eigentümern, Vermietern und Immobilienspezialisten empfiehlt sich eine klare Strategie. Diese sollte grundsätzlich die Frage beantworten, welche Infrastruktur für Elektroautos Sie den Mietern, Stockwerkeigentümern oder dem Gewerbe bereitstellen. Denken Sie daran, die Ladeinfrastruktur nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für die Zukunft auszulegen. Modulierbare und ausbaufähige Ladelösungen sind daher empfehlenswert.

E-Mobilität ist kein flüchtiger Trend und wir wollen unseren Mieterinnen und Mieter nachhaltige Lösungen anbieten. Dazu gehören neben der Installation der Ladeinfrastruktur auch das Lastenmanagement und die Abrechnungslösung. Wir sind froh, haben wir CKW als Partnerin dabei, die alles regelt.
Daniel Ringli, Bereichsleiter KAM & Immobilien-Beratung bei ARLEWO

Um die Lösungen zu evaluieren, setzen Sie sich am besten mit einem CKW-Experten in Verbindung. Als Energiespezialistin bietet Ihnen CKW eine umfassende Beratung wie auch Mietmodell. CKW übernimmt von der Planung und Installation bis zur Inbetriebnahme und Bewirtschaftung sämtliche Aufgaben und bietet dabei auch eine smarte Lösung für das Lastmanagement und die individualisierte Abrechnung. So haben Sie einen Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Ladeinfrastruktur in Ihren Immobilien und sind optimal für die Zukunft gerüstet. 

Haben Sie Fragen zu den E-Mobilitätslösungen für Immobilienverwaltungen?

Wir verwenden Cookies auf dieser Webseite, um Ihnen die bestmögliche Nutzererfahrung zu ermöglichen. Bitte bestätigen Sie mit Klick auf „Weiter“ dass Sie die Nutzung von Cookies akzeptieren. Weitere Informationen zu unseren Datenschutzpraktiken finden Sie auf ckw.ch/datenschutz