Ruedi Bieri

Der traditionsliebende Revolutionär

Die Volkslieder von Ruedi Bieri sind lebensnah und modern. Trotzdem gefällt ihm das Traditionelle. 

Text: Tamara Tiefenauer, Bilder: Remo Inderbitzin, Erschienen: Meine Energie 2/2019

Am Fusse der Brüdernalp, an der grosse Entlen wohnt Musiker Ruedi Bieri mit seiner Frau Lisbeth. Beide jodeln schon seit ihrer Kindheit. Im Entlebuch wachse man damit auf, sagen sie. In den 90er-Jahren beginnt Ruedi Bieri, selber Musik zu komponieren und Liedtexte zu schreiben. «Ich wollte nicht nur das Traditionelle besingen», sagt der Entlebucher. Er will die Leute unterhalten, ihnen etwas Neues bieten. «Das war damals schon ein bisschen revolutionär.» Seither komponiert er Lieder mit modernen, lebensnahen und teils auch ironischen Texten, die aber trotzdem zum Jodelgesang passen. 

Sein erfolgreichstes Lied heisst «Dini Seel ä chli la bambälä la». Und das ist, was Ruedi an der Volksmusik mag: das Gemütliche, das Sein. «Ich glaube, das begründet auch den Aufschwung, den Traditionelles derzeit erlebt.» 

Äs huerä Ghetz der ganzi Tag, vom Morgä bis am Abä spät, sötsch da sötsch det, sötsch überau si, das chas doch gopfriedstutz nid immer si. Drum muesch dini Seel ä chli la bambälä la, dier öpis gonnä und chli Freud am Läbe ha, d’Seel ä chli la bambälä la, d’Seel ä chli la bambälä la, das mues jetzt si.

Impressionen von Ruedi Bieri

63. Zentralschweizer Jodelfest in Horw

Vom 28. bis 30. Juni 2019 wird Horw zur Heimat des Schweizer Brauchtums. Von Alphornbläsern bis Fahnenschwingern. Von gestandenen Jodlern bis zu motivierten Nachwuchsgruppen. Tausende aktive Jodlerinnen und Jodler werden in der Gemeinde am Fusse des Pilatus für eine tolle Atmosphäre sorgen.

Hier erfahren Sie mehr über das Fest. 

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