SPOCK

Eine Batterie für alle Fälle

Spitze Ohren, grünes Blut – Spock war bisher vor allem «Star Trek»-Anhängern ein Begriff. Die Figur zeichnet sich dadurch aus, das menschliche Verhalten zu hinterfragen und stets logisch und besonnen zu handeln. Nun steht «SPOCK» aber auch für etwas anderes: für «Smart Prosumer CKW». Ein Projekt, das wie die gleichnamige Filmfigur auf Logik beruht und zudem computerbasiert funktioniert.

Nutzen einer grossen Batterie

Begonnen hat alles auf einem Bauernhof in Aesch, deren Besitzer mit einer Solaranlage Strom produzieren. 2013 installierte CKW eine Batterie zur Spannungshaltung. Diese hat eine Speicherkapazität von 148 kWh – damit könnte der Strombedarf eines durchschnittlichen Einfamilienhauses mit vier Personen für zehn Tage gedeckt werden. Nachdem eine Netzverstärkung realisiert worden war, wurde die Batterie nicht mehr gebraucht. 

Unser Ziel: Businessmodelle für Kundenbedürfnisse entwickeln.
Rémi Janner, Projektleiter CKW

CKW transportierte sie 2017 zu ihrem Standort in Reussbühl. Der neue Verwendungszweck:
Testbatterie im Projekt SPOCK. «Wir haben die Batterie in Reussbühl mit der E-Ladestation, der Solaranlage und der Gebäudesteuerung verbunden», sagt Projektleiter Rémi Janner. «Nun simulieren wir verschiedene Szenarien, wie man solche Batterien einsetzen könnte.» Ziel also: Businessmodelle für unterschiedliche Kundenbedürfnisse entwickeln.

Spitzen minimieren, Kosten senken

Mit der richtigen Steuerung der Batterie könnten beispielsweis Lastspitzen minimiert und dadurch die Energiekosten von Grosskunden reduziert werden. «In einer Simulation mit Strommarktpreisen und Lastprognosen berechnen wir, wann die Elektroladestation Strom aus dem Netz oder aus der Batterie beziehen soll», sagt Janner. «Entsprechend steuert das automatisierte System die Batterie, so dass der Kunde in diesem Moment am günstigsten fährt.» Mit verschiedenen weiteren Simulationen prüft das Projektteam, wie die Batterie zu einer möglichst hohen Energieautarkie beitragen könnte. Mit den Algorithmen ist es auch möglich, die Vermarktung flexibler Anlagen zu testen und zu optimieren. «Aus den Erkenntnissen dieser Simulatione erarbeiten wir dann konkrete Dienstleistungen für unsere Kunden», so Rémi Janner.

Gute Zusammenarbeit

Der Transport und der Aufbau der Batterie vor Ort, die technische Anbindung ans CKW-Netz und die Programmierung der Steuerung im Kontrollzentrum erforderten viele Experten aus verschiedenen Abteilungen. «Es freut mich, dass die Zusammenarbeit so gut klappt», sagt Janner. «Das zeigt mir, dass wir unseren Leitsatz – alles aus einer Hand – einhalten können.»

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