Trisa profitiert von Digitalisierung

Adrian Pfenniger, CEO Trisa im Interview

Die Zahnbürstenherstellerin Trisa investiert in Roboter und neue Technologien. CEO Adrian Pfenniger erklärt die Beweggründe dafür und was weiter auf der digitalen Agenda steht.

Erschienen: CENTRAL 2/18
 

Trisa hat in den letzten Jahren fast 30 Millionen Franken in Automatisierung und Digitalisierung investiert – welche Strategie steckt dahinter?

Es ist unser Anspruch, die besten Zahnbürsten herzustellen. Der Wille zur Innovation gehörte daher schon immer zu Trisa: Bereits vor 30 Jahren haben wir damit begonnen, die Produktion zu automatisieren, damals noch mit teilweise selbstgebauten Anlagen. Die Digitalisierung hilft uns, international wettbewerbsfähig zu bleiben und unsere Produkte zu Weltmarktpreisen herstellen zu können.

 

Löste die zunehmende Automatisierung Unsicherheiten bei Ihren Mitarbeitenden aus?

In erster Linie waren unsere Mitarbeitenden sehr interessiert an den Neuerungen. Manche arbeiten in der Produktion bereits jetzt Hand in Hand mit kollaborativen Robotern. Wir haben auch viele interne Diskussionen geführt und dabei aufgezeigt, dass Veränderung eine Chance ist. Trisa ist ein lebendiges Beispiel dafür: Unsere Unternehmensgeschichte beweist, dass der technologische Fortschritt immerzu Wachstum führte. In den letzten Jahrzehnten hat Trisa hunderte neuer Arbeitsplätze geschaffen. Dies war nur mit Innovationen, Automatisierung und Digitalisierung möglich.

 

Was steht in den nächsten Jahren auf Ihrer digitalen Agenda?

Momentan arbeiten wir an einem sehr interessanten Projekt mit der Universität Bern: Gemeinsam entwickelten wir einen Forschungsroboter, der die Reinigungsleistung einer Zahnbürste messen kann. Zudem werden wir auch in der Administration neue Tools einführen, zum Beispiel in der Personal- und Ressourcenplanung oder im Dokumentenmanagement.

Jeder technologische Fortschritt führte zu Wachstum.
Arian Pfenniger, CEO Trisa Gruppe

Worauf legen Sie dabei besonderen Wert?

Wichtig erscheint mir, die Digitalisierung aus einer langfristigen Perspektive heraus und mit gesundem Menschenverstand anzugehen. Wir wägen immer ab, ob ein Projekt wirtschaftlich sinnvoll ist und einen realen Mehrwert generiert – denn nicht alles muss zwingend digitalisiert werden.

Adrian Pfenniger 

Er ist seit 2005 CEO der Trisa Gruppe und seit 2010 Verwaltungsratspräsident der Trisa Holding. Der 53-Jährige studierte Ökonomie an der Universität Lausanne und stiess 1989 zu Trisa. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Adrian Pfenniger
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