Networking Event - Automobil- und Ladetechnik

Die lange Reise der Elektromobilität

Der sechste Tag der WAVE-Trophy führte das CKW-Wave Team von Illanz durch die imposanten Landschaften von Graubünden. Stopps gab es in Sargans, Sevelen, Altstätten und Teufen, wo die Teams ihre Fahrzeuge an den Schulen vorstellten. Zum Abschluss trafen sich alle in St. Gallen zum dritten Networking Event. Das Thema lautete «Mobilität- und Ladetechnik». 

Text: Debora Baumgartner | Erschien: Juni 2018

Max Stöck von der Hochschule für Technik Buchs.

Wie unsere Fahrzeuge in fünfzig oder hundert Jahren aussehen werden, ist schwer zu sagen. Eins ist jedoch klar: Sie werden ganz anders sein als heute. Max Stöck, Dozent für Technische Mechanik und Produktentwicklung Interstaatlichen Hochschule für Technik Buchs (NTB), hat eine Vorstellung, in welche Richtung die Entwicklung gehen wird. "Momentan erfindet die Automobilbranche das Auto neu", sagt Stöck.


Komponenten wie zum Beispiel die Kühlung, die heute wegen dem Verbrennungsmotor notwendig sind, fallen beim Elektromotor weg. Die einzelnen Systeme wie Steuerung, Antrieb, Bremse, und Dämpfer werden heute noch unabhängig voneinander vom Fahrer gesteuert. In Zukunft sollen diese alle elektrisch angesteuert werden und mit einander verbunden sein.  Dies ermögliche einen komplett anderen Aufbau des Motors und der einzelnen Systeme im Auto, erklärt Stöck.

Erste Tests mit autonomen Fahrzeugen hat es bereits gegeben. Dennoch wird es noch einige Jahren dauern, bis es zu einem Durchbruch kommt. Stöck schliesst mit der Frage: «Wenn wir nicht mehr selber fahren können: Wo bleibt da der Spass?»

Die Zukunft gehört der Elektromobilität

An der WAVE-Trophy ist man sich einig: die Zukunft gehört der Elektromobilität. Doch eine grosse Schwachstelle sind nach wie vor die Batterien und das Laden. «Je mehr und je schneller wir Laden wollen, desto unhandlicher werden die Kabel dafür» sagt Kurt Schenk, Dozent für Leistungselektronik an der NTB. Eine Lösung dafür ist schon in Sichtweite: Induktives Laden.

Vor 130 Jahren unternahm Nik Tesla die ersten Versuche, Energie über elektromagnetische Felder zu übertragen. 1995 gab es die erste elektrische Zahnbürste, in der diese Technik angewendet wurde. Das Potenzial für induktives Laden ist noch lange nicht ausgeschöpft, vor allem im Bereich der Mobilität. «Die unhandlichen Kabel würden überflüssig. Es ist sogar denkbar, dass ein Auto unterwegs zum Beispiel an einem Rotlicht geladen werden könnte, oder sogar während der Fahrt», führt Schenk aus. «Zurzeit ist diese Technik noch in der Forschung zu hause. Obwohl es schon verschiedene Projekte gibt, muss noch einiges geschehen. »

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