Mit dem Velo nach Genua

Das Ergebnis einer Vertiefungsarbeit

In sieben Tagen fuhren Pierin Kunz und Dean Bättig mit dem Fahrrad 500 Kilometer von Küssnacht nach Genua – ohne elektronische Karten oder Navi. Unterwegs lernten sie die Schweiz und Italien auf eine andere Art kennen.

Text: Debora Baumgartner | Bilder: Pierin Kunz und Dean Bättig | Erschienen: Mai 2020 

 

Pierin Kunz und Dean Bättig machen die Lehre zum Elektroinstallateur bei CKW. Für ihre Vertiefungsarbeit für die Berufsschule hatten sie sich Grosses vorgenommen: Sie wollten in sieben Tagen mit dem Fahrrad von Küssnacht nach Genua ans Meer fahren – ohne elektronische Karten oder Navigationsgeräte.

  • Vertiefunsarbeit

    In den Schweizer Berufsschulen müssen Lernende im Fach Allgemeinwissen eine Vertiefungsarbeit (VA) verfassen. Dabei setzen sie sich mit einem frei wählbaren Thema auseinander und weisen verschieden Kompetenzen aus. Die Arbeit wird in der Regel allein geschrieben, in Ausnahmefällen kann sie auch zu zweit verfasst werden. 

Routenplan und Veloservice

Bevor die Reise losging, mussten die beiden Elektroinstallateure die Route planen. «Wir besorgten uns Karten und zeichneten die Route ein. Wir suchten zudem die Krankenhäuser auf dem Weg heraus – für den Notfall», sagt Pierin. Mit Unterstützung eines Profis unterzogen sie ihre Fahrräder einem umfangreichen Service und lernten die wichtigsten Handgriffe bei kleineren Schäden.

Erste Höhenmeter

Am 3. Oktober starteten Pierin und Dean ihre Reise. Die erste Etappe führte bereits über die ersten Höhenmeter von Küssnacht nach Hospental im Urnerland. «Mit rund zehn Kilogramm Gepäck pro Person spürten wir unsere Beine schon am ersten Tag», erinnert sich Dean. Das schwere Gepäck machte den beiden am zweiten Tag besonders zu schaffen. Da führte die Route über den 2'106 Meter hohen Gotthardpass.

Pierin und Dean sind auf dem Weg in Richtung Gotthardpass.

Riskante Verkehrsverhältnisse

Bei bestem Wetter kamen die Elektroinstallateure nach Italien. «Die Strassen wurden zunehmend schlechter, auch die Autofahrer nahmen keine Rücksicht mehr», erzählt Pierin. Unterwegs trafen die beiden auf einen norditalienischen Veloclub. Die Gruppe zeigte ihnen die angenehmeren Wege abseits der Hauptstrasse Richtung Varese. Von dort führte der Weg durch heruntergekommene Dörfer in karger Landschaft.

Die beiden Elektroinstallteure sind unterwegs mitten in Italien.

Der Blick aufs Meer

Nach 500 Kilometern erreichten die beiden das Meer: «Es war ein grandioser Anblick, als wir auf einer Anhöhe aus einem Tunnel kamen und in die Weite blickten», sagt Pierin. Drei Tage erholten sich die Abenteurer am Meer von den Strapazen. «Wir haben viel über die Geografie der beiden Länder gelernt. Mit dem Fahrrad lernt man ein Land viel besser kennen», so Dean. 

Dean und Pierin sind endlich am Meer angekommen.

Dean Bättig und Pierin Kunz schliessen im Juni 2020 ihre Lehre als Elektroinstallateure bei CKW ab. Nach der Lehre wollen beide mindestens bis zum Start der RS im Januar 2021 bei CKW bleiben. Was danach kommt, ist noch offen. Bei CKW werden rund 70 Prozent der Lehrabgänger als Berufsleute weiterbeschäftigt. 

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