Netznutzungskosten genauer betrachtet

Über den Strompreis nachhaltige Projekte unterstützen

Mit der Stromrechnung bezahlt man nicht nur für den Strom, den man bezogen hat. Denn ein Teil des Strompreises kommt nachhaltigen Projekten zugute.  

Text: Tamara Tiefenauer / Video und Bild: CKW / Erschien: Juli 2020

 

Je mehr ich koche, backe, bügle und fernsehe, desto höher fällt die Stromrechnung aus – all diese Aktivitäten brauchen ja Energie. Aber mit der Stromrechnung bezahlt man nicht nur die bezogene Energie. Auch die Netznutzungskosten und öffentliche Abgaben sind im Strompreis enthalten. Über die Netznutzungsabgaben bezahlt man unter anderem für den Transport des Stroms. Die öffentlichen Abgaben werden zwar über die Stromrechnung von CKW erhoben, fliessen aber als Konzessionsabgabe an die Gemeinden und als Netzzuschlag direkt an den Bund. Dieser fördert damit beispielsweise erneuerbare Energien. Das Video oben zeigt, wie genau sich die Beträge aufteilen.

Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz

Ein Teil des Netzzuschlags fliesst in die in die Förderung von Energieeffizienz bei Unternehmen. Dafür unterstützt der Bund mit dem Programm ProKilowatt jedes Jahr Projekte mit insgesamt bis zu 50 Millionen Franken. Der Förderbeitrag, der bis zu 30 Prozent der Investitionskosten betragen kann, soll den Unternehmen Anreize bieten, alte Anlagen zu erneuern und in moderne, effiziente Technologien zu investieren. 

Roger Braun, General Manager Swiss Krono
Mit dem Förderprogramm ProKilowatt haben wir am Standort Menznau zudem diverse Stromeffizienzmassnahmen umsetzen können.
Roger Braun, General Manager Swiss Krono

Die Holzverarbeiterin Swiss Krono mit Hauptsitz in Menznau konnte von einer solchen Unterstützung profitieren. Mit einem finanziellen Zustupf von rund 300 000 Franken ersetzte Swiss Krono beispielsweise die Elektromotoren ihrer Holzverarbeitungsmaschinen durch Energiesparmotoren der neusten Generation – ein grosser Aufwand. «Mit dem Förderprogramm ProKilowatt haben wir am Standort Menznau zudem diverse Stromeffizienzmassnahmen umsetzen können», sagt Roger Braun, General Manager des Werks in Menznau. «Das umfasst neben den Energiesparmotoren auch kleinere Projekte wie beispielsweise den Ersatz herkömmlicher Leuchten durch LED-Leuchtkörper.» 

Investition muss sich lohnen

«Wir setzen als modern geführter Industriebetrieb auf eine Investitionsstrategie, die sich am aktuellen Stand der Technik orientiert», sagt Roger Braun. Wie für alle Unternehmen ist dabei aber auch für Swiss Krono zentral, dass sich die Investitionen in einem wirtschaftlich verantwortbaren Zeitraum amortisieren. «Ohne die finanzielle Unterstützung von ProKilowatt hätten wir die Stromeffizienzmassnahmen nicht realisieren können», sagt Roger Braun. «Die Payback-Zeit wäre schlicht zu lang gewesen.»

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