Einbruchschutz – die besten Tipps

Sicherheitsberater Roland Jost im Interview

Es ist ein unangenehmes Gefühl: Man kommt nach Hause, die Eingangstür oder ein Fenster ist aufgebrochen, der Schrank durchwühlt. Offensichtlich war jemand da. Wie schützt man sich und sein Zuhause richtig vor Einbrüchen? Welche Massnahmen sind sinnvoll und was sollte man vermeiden? 

Interview: Debora Baumgartner, Bilder: CKW, Erscheinungsmonat: Februar 2020

 

Die meisten Einbrüche geschehen während der Dämmerung oder in der Ferienzeit. Doch was kann man machen, um das Risiko eines Einbruchs zu verringern? Wir haben Roland Jost gefragt, Sicherheitsberater bei der Luzerner Polizei. 

Worauf sind Einbrecher aus?  
Einbrecher sind hinter Vermögen her. Sie wollen möglichst einfach und schnell an wertvolle Gegenstände kommen. Zudem sind die Täter oft gut organisiert und sehr mobil. Viele Einbrüche verzeichnen wir in der Nähe von Autobahnen, wo die Täter schnell das Weite suchen können.  

 

Wie schützt man sich vor Einbrüchen?  
Im Vordergrund steht die Prävention – offensichtliche Schwachstellen gehören schnellstmöglich beseitigt. Beim Einbruchschutz gehen wir von einem Dreisäulen-Prinzip aus: Es besteht aus organisatorischen, baulichen oder mechanischen und elektrischen Massnahmen. Am besten wirkt eine Kombination davon.

 

Wie funktionieren die drei Säulen?
Organisatorische Massnahmen beinhalten einfache Verhaltensregeln. Täter beobachten Zielobjekte und nützen offensichtliche Abwesenheiten aus. Überfüllte Briefkästen, fehlendes Licht am Abend oder keine sichtbaren Bewegungen im Haus motivieren Einbrecher. Aber auch gekippte Fenster, herumstehende Leitern oder frei zugängliches Werkzeug sind Einladungen für Diebe, in ein Haus oder eine Wohnung einzubrechen.
Bei den baulichen Massnahmen geht es darum, Hindernisse einzubauen. Einbruchhemmende Türen oder Fenster beispielsweise schrecken ab, weil sie das Eindringen erschweren. Zu den elektrischen Massnahmen gehören automatisches Aussenlicht und Storen oder Alarmanlagen.

Wünschen Sie eine Beratung oder wollen Sie eine Offerte für Ihren persönlichen Einbruchschutz?

Was ist der häufigste Fehler, der gemacht wird?
Die meisten Leute setzen sich erst mit dem Thema auseinander, wenn sie betroffen sind. Dann ist es allerdings schon zu spät. Deshalb ist die Prävention sehr wichtig. Um Schwachstellen aufzudecken hilft eine seriöse, professionelle Beratung. Wir von der Luzerner Polizei helfen gerne, die individuelle Lage vor Ort zu beurteilen und Massnahmen festzulegen. Auch viele Firmen bieten von der Beratung bis zur Umsetzung seriöse Unterstützung an. Auf jeden Fall sollte man selbst aktiv werden und vorher prüfen, ob das gewählte Unternehmen vertrauenswürdig ist. 

  • Roland Jost

    Roland Jost ist seit vier Jahren Sicherheitsberater bei der Luzerner Polizei. In dieser Zeit hat er schon manchen Einbruchsfall miterlebt. Mit den Beratungen bietet die Polizei der Bevölkerung eine neutrale und kostenlose Anlaufstelle für Sicherheitsfragen in kriminalpolizeilichen Belangen.

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