Netzwerk traversa setzt auf IT vor Ort

Mit CKW als Partner zu einer massgeschneiderten Lösung

Bei der Erneuerung seiner IT-Umgebung hat sich der Verein traversa, Netzwerk für Menschen mit einer psychischen Erkrankung, für eine «On-Premise»-Lösung entschieden. So behält er jederzeit die Hoheit über die sensiblen Klientinnen- und Klientendaten. Dennoch ist ein erster Schritt in Richtung Cloud gemacht.

Text: Simon Eberhard | Bilder: Matthias Jurt | Erschienen: Mai 2022

Seit fast 150 Jahren kümmert sich das Netzwerk traversa in Luzern um Menschen mit einer psychischen Erkrankung. 1874 als «Hülfsverein für arme Irre» gegründet, erhielt es – nach diversen Umbenennungen – 2010 schliesslich seinen heutigen Namen. 

Vom Hilfsverein zum Netzwerk

Beim neusten Namenswechsel handelt es sich nicht nur um eine Massnahme im Sinne einer diskriminierungsfreien Sprache. Der Wechsel vom früheren «Hilfsverein» zum heutigen «Netzwerk» verdeutlicht auch den vollzogenen Wandel: vom einseitigen Helfen zum partizipativen Miteinander und gegenseitigen Austausch.  
«Wir verstehen uns als Fachorganisation für Menschen mit einer psychischen Erkrankung», erklärt Geschäftsleitungsmitglied Anton Aschwanden. Diese umfasst ambulante wie auch stationäre Angebote. «Zu unserem Netzwerk gehören unter anderem sechs Wohnhäuser für stationäres betreutes Wohnen, 132 ambulante Plätze in Einzel- und Gruppenwohnungen, das Tageszentrum, die Sozialberatung sowie die PEERLE, eine Peer-geleitete Info- und Beratungsstelle.» 

Bild von Anton Aschwanden in einem Wohnzimmer des Vereins traversa.

«Wir verstehen uns als Netzwerk für Menschen mit psychischer Erkrankung», sagt Anton Aschwanden, Geschäftsleitungsmitglied traversa.

Schutz sensibler Daten steht an oberster Stelle

Im Kontakt mit Menschen mit einer psychischen Erkrankung ist grosse Sensibilität gefordert – dies umfasst auch den Umgang mit vertraulichen Klientinnen- und Klientendaten. «Deren Sicherheit steht bei uns an oberster Stelle», bestätigt Anton Aschwanden. Unter anderem deshalb hat sich der Verein beim Ersatz seines Serversystems für eine sogenannte On-Premise-Lösung entschieden. Das bedeutet, dass sich die Server im eigenen Haus befinden. «So behalten wir jederzeit die Hoheit über unsere Daten.»

Ein weiterer Grund, warum sich der Verein so entschieden hat: Die Infrastruktur ist von der bisherigen IT-Umgebung bereits vorhanden, beispielsweise gekühlte Serverräume. «So war die On-Premise-Lösung auch hinsichtlich Kosten für uns attraktiv», so Aschwanden.

Schnittstellen zur Cloud sind bereits eingerichtet

Damit bewegt sich der Verein gegen den allgemeinen Trend bei vielen Unternehmen, die IT-Infrastruktur aus der Cloud zu beziehen. Das ist auch Anton Aschwanden bewusst. «Wir haben in der Vorbereitungsphase die Vor- und Nachteile von Cloudlösungen sorgfältig abgewogen», erklärt er. «Wir sind schliesslich zum Schluss gekommen, dass es im Moment mehr Vorteile bringt, wenn wir die IT-Infrastruktur im Haus behalten.» Trotzdem bleibt der Wechsel zur Cloud eine Option für die Zukunft.

Um für diesen Fall einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, sind die entsprechenden Schnittstellen zum Microsoft-Cloud-System Azure bereits eingerichtet. Zudem bezieht das Netzwerk bereits heute einzelne kleine Dienste aus der Cloud, wie beispielsweise das Qualitätsmanagementsystem.

Anton Aschwanden in einem Aufenthaltsraum des Vereins traversa.

«Wir sind zum Schluss gekommen, dass es für uns im Moment mehr Vorteile bringt, wenn wir die IT-Infrastruktur im Haus behalten», sagt Anton Aschwanden.

Kundennähe auch geografisch

Als Partner für das IT-Ersatzprojekt hat sich traversa für CKW entschieden. «CKW hat uns mit ihrem Auftreten und dem Angebot überzeugt», sagt Anton Aschwanden. Ein sehr wichtiger Faktor ist für traversa zudem die Kundennähe – auch physisch: «Natürlich kann man heute vieles via Fernwartung und Support machen, doch ist es für uns sehr wertvoll, wenn die CKW-Fachleute rasch vor Ort sind.» Gerade im Hinblick darauf, dass der Verein ein eigenes, komplexes Serversystem betreibt, ist dies ein unschätzbarer Vorteil.

Während des gesamten Vorbereitungs- und Umsetzungsprozesses hat CKW den Verein eng begleitet. «Es bestand immer ein sehr guter Draht», sagt Aschwanden. «Neben der direkten Zusammenarbeit habe ich zudem sehr geschätzt, wie sich die Technikexperten von CKW direkt und unkompliziert mit denjenigen unserer übrigen Softwarelieferanten ausgetauscht haben.»

Hybride Lösung lässt alle Optionen offen

Auch seitens CKW zieht man ein positives Fazit. «Der Kunde war sehr gut vorbereitet und suchte bereits eineinhalb Jahre vor dem Serverersatz Kontakt mit Profis», lobt Stefan Wingeier, Senior ICT Consultant bei CKW. «So gerieten weder traversa noch CKW in Zeitdruck, und alle Entscheidungen konnten mit Bedacht getroffen werden.»

Das Projekt bei traversa ist laut Wingeier auch ein Beispiel dafür, dass die vollständige Auslagerung der IT-Dienste in die Cloud nicht für jedes Unternehmen automatisch die einzig richtige Lösung sein muss – trotz der unbestreitbaren Vorteile. «Bei unserer Beratung legen wir grossen Wert darauf, die individuellen Gegebenheiten jedes Kunden zu berücksichtigen und eine massgeschneiderte Lösung zu finden», erläutert er. «Im Fall von traversa hat sich ergeben, dass die hybride Variante ideal ist.» So behält der Verein die volle Kontrolle über die sensiblen Klientinnen- und Klientendaten, hält sich aber durch die bereits eingerichteten Schnittstellen alle Optionen offen für eine schrittweise Überführung in die Cloud.

Entlastung dank Serviceverträgen

Nach langer Vorbereitungszeit hat das Projektteam die Erneuerung der IT-Systeme im vergangenen Herbst erfolgreich über die Bühne gebracht. «Das System läuft bis jetzt reibungslos», zeigt sich Aschwanden zufrieden. CKW begleitet den Verein auch nach Abschluss des Projekts im Rahmen eines Servicevertrages. Jeden zweiten Monat kümmert sich ein CKW-Mitarbeitender vor Ort um Wartungsarbeiten und Updates.

«Wir sind sehr froh, unsere IT in die Hände von kompetenten Profis aus der Region zu legen», so Aschwanden. Sodass die Mitarbeitenden beim Begriff «Netzwerk» nicht an IT denken müssen, sondern an die eigentlichen Kernaufgaben des Vereins. 

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