«Mein Papi macht etwas fürs Klima»

Thomas Baumann zwischen Projektleitung und Kindererziehung.

Solarprojekte realisieren und zwischendurch das Znüni für seinen Sohn vorbereiten: Das Teilzeitpensum mit flexiblen Arbeitszeiten ermöglicht es Thomas Baumann, Arbeit und Familie zu vereinbaren. Eine Win-win-Situation für beide Seiten, denn auch CKW schätzt seine guten Leistungen sehr. 

Text: Lennart Adam | Bilder: Peter Hauser | Erschienen: Januar 2022

Als Projektleiter Solaranlagen in der gesamten Zentralschweiz realisieren und trotzdem rechtzeitig zu Hause sein, wenn das Kind aus der Schule kommt: «Alles eine Sache der Organisation», sagt Thomas Baumann. Er arbeitet seit Ende 2019 bei CKW und profitiert vom flexiblen Arbeitszeitmanagement des Unternehmens. Thomas’ Expartnerin ist ebenfalls berufstätig, Betreuung und Erziehung des gemeinsamen Sohnes teilen sich die beiden. Der gelernte Mechaniker arbeitete lange im Maschinenbau für Solarmodule, bevor er an der Technischen Fachschule in Bern eine Weiterbildung zum Solateur absolvierte. Bei CKW ist er heute Projektleiter für den Wärme- und Solarbereich. Schläft sein Sohn bei ihm, beginnt er den Tag meist gegen halb sechs mit der Arbeit im Homeoffice. Um sieben weckt er seinen Sohn und hilft ihm, sich für die Schule fertig zu machen, bevor er ihn um acht Uhr auf den Weg schickt und sich wieder an die Arbeit setzt. «Zugegeben, manchmal ist die Organisation eine Herausforderung und nicht immer ganz einfach. Aber ohne die flexiblen Arbeitszeiten und die Option auf Homeoffice wäre es gar nicht möglich», sagt Thomas Baumann. Das ist für den 51-Jährigen nicht selbstverständlich. «Ich komme noch aus einer Generation, in der wir mit einem anderen Modell aufwuchsen. Du hast von Montag bis Freitag gearbeitet, von morgens um sieben bis abends um fünf», erzählt er. Gerade im Energiegewerbe gebe es immer noch viele Arbeitgeber der «alten Garde», wie Thomas Baumann es nennt, die immer noch an diesem Modell festhielten.

Flexibles Arbeiten

Als sein Sohn Lionel 2014 zur Welt kam, war für Thomas Baumann klar, dass er die bestehenden Arbeitsverhältnisse nicht länger hinnehmen wollte. «Mein Leben lang gab es keine Diskussion. Aber als ich Vater wurde, sagte ich mir, ich möchte es anders machen und meine Arbeitszeit selbst organisieren», erzählt Thomas Baumann. Obwohl sein ehemaliger Arbeitgeber diesen Schritt zähneknirschend akzeptierte, reduzierte er sein Vollzeitpensum auf 80 Prozent – Freitag war fortan Papi-Tag. «Es war toll, freitags mit Lionel den ganzen Tag zu verbringen und schöne Sachen mit ihm zu unternehmen. Mit dem Eintritt in die Schule allerdings wurde es etwas kniffliger», berichtet Thomas Baumann. Statt einen festen Papi-Tag in der Woche zu haben, musste er nun versuchen, sein Arbeitspensum so zu strukturieren, dass er seinen Sohn morgens für die Schule vorbereiten und nach der Schule ebenfalls wieder für ihn da sein konnte.

Dieses Anliegen präsentierte er vor seiner Einstellung CKW und erhielt von seinem zukünftigen Arbeitgeber volle Unterstützung. «Flexible Arbeitszeit war meine Bedingung gewesen, sonst hätte ich mich gar nicht beworben», erinnert sich Thomas Baumann. «Das traditionelle Rollenbild in der Familie – der Mann arbeitet, die Frau kümmert sich um die Kinder – spielte bei CKW keine Rolle. Das klassische Familienmodell lebt vor allem die jüngere Generation zunehmend nicht mehr. Das spüren auch die Arbeitgeber. Wenn man gute Leute finden und dem Fachkräftemangel entgegenwirken möchte, muss man den veränderten Gegebenheiten gerecht werden, und das tut CKW», betont er.

Modernes Arbeitsumfeld

Die Branche spüre den Fachkräftemangel deutlich, erzählt Thomas Baumann. Deshalb müssten Arbeitgeber vor allem Anreize schaffen und ein modernes Arbeitsumfeld gestalten, so wie es bei CKW der Fall sei. «Hier gibt es ein vorteilhaftes Zeitreglement mit Jahresarbeitszeit. Das heisst, ich kann 80 Prozent arbeiten und meinen Homeoffice-Anteil selbst einteilen, stunden- oder tageweise – wie es am besten passt. Privaten Verpflichtungen kann ich auch während des Tages nachgehen und drum herum arbeiten. Diese Flexibilität schätze ich ungemein», sagt Thomas Baumann. 

Das Modell kommt seiner Lebenssituation sehr entgegen. «Ich bin 51 Jahre alt, es bleiben also noch rund 15 Jahre bis zur Pensionierung. Bis der Kleine aus dem Haus ist, dauert es auch noch etwas. Danach könnte man übers Aufstocken reden, aber bisher ist es kein Thema für mich. Das Leben besteht nicht nur aus Schaffen», sagt der passionierte Outdoorenthusiast und Bergsportler. Und Lionel freut es auch, dass er seinen Papa so öfter sieht. «Wenn ich zu Hause im Homeoffice bin, kommt er ab und zu und schaut mir über die Schulter, wenn ich am Computer arbeite. Er findet es cool, was ich mache. «‹Mein Papi macht etwas fürs Klima›, das erzählt er auch in der Schule», sagt Thomas Baumann.

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