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Das Kraftwerk produziert wieder Strom

17. März 2016 | 14:00 Uhr

Kraftwerk Göschenen AG: Sanierungsarbeiten erfolgreich abgeschlossen Während zehn Wochen haben die Kraftwerke Göschenen AG die baulichen Anlagen beim Stausee auf der Göscheneralp und im Druckstollen kontrolliert und saniert. Nun sind die Arbeiten abgeschlossen, das einfliessende Wasser staut sich im See und ab morgen Freitag wird wieder Strom produziert.

Zufriedene Gesichter nach zehn Wochen Arbeit im Staudamm und im Druckstollen: Die Sanierungsarbeiten konnten in diesen Tagen plangemäss abgeschlossen werden und das Kraftwerk nimmt morgen Freitag, 18. März 2016, den Betrieb wieder auf.

Seit dem 1. Januar 2016 waren bis zu 18 Fachkräfte damit beschäftigt, die Anlagen im Staudamm auf der Göscheneralp sowie den sieben Kilometer langen Druckstollen bis zum Wasserschloss Rötiboden zu kontrollieren und an einigen Stellen zu sanieren. «Wie geplant haben wir im Staudamm die Hydraulikanlagen der Drosselklappe komplett und jene des Grundablasses teilweise ersetzt», sagt Remo Infanger, Geschäftsführer der Kraftwerk Göschenen AG (KWG). Zudem wurden im Stollen eine grössere Teilstrecke neu betoniert und kleinere Schäden, verursacht durch Sand und Quarz im Wasser, repariert.

Keine Schäden an Gewässer und Ökosystem

Die Kontrolle zeigte, dass sich die Anlagen auch nach über 50 Betriebsjahren in einem guten Zustand befinden. Genauso wichtig ist für Remo Infanger, dass die aktuellen Sanierungsarbeiten und die alle zehn Jahre stattfindende Seeentleerung unfallfrei und für das Ökosystem reibungslos über die Bühne ging. «Der Kraftwerksleiter Peter Tresch und das Führungsteam haben die Seeentleerung sehr gut vorbereitet und durchgeführt. Besondere Aufmerksamkeit wurde der Sicherheit sowie dem Schutz der Natur und Umwelt zu teil», so Remo Infanger.

Die Seeentleerung wurde eng begleitet vom Urner Amt für Umweltschutz, denn schon kleinste Veränderungen können für die Fische zum Risiko werden. «Sämtliche Arbeiten wurden mit grosser Rücksicht auf die Natur ausgeführt, weder das Gewässer noch die Fische haben an der Seeentleerung Schaden genommen», bestätigt Fischereiinspektor Werner Tresch. An der tiefsten Stelle des Sees verblieb zu jedem Zeitpunkt genügend Wasser, wo sich die Fische während der vergangenen Wochen zurückziehen konnten.

Im Herbst ist der See wieder voll

Seit rund fünf Wochen staut sich das einfliessende Wasser wieder im See. Die aktuelle Wassermenge reicht, dass das KW Göschenen ab morgen Freitag, 18. März 2016, in einem Teilbetrieb wieder Strom produzieren kann. Der Maximalpegel wird wie üblich im Herbst erreicht sein. Bis es soweit ist, fliesst aber schon den ganzen Sommer über rund 1,5 Mal das Fassungsvermögen des Stausees durch die neu sanierte Druckleitung nach Göschenen und produziert Strom.

Die Eigentümer des Kraftwerk Göschenen – CKW und SBB – investierten gemeinsam rund 700‘000 Franken in die Sanierungsarbeiten. Sie unterstreichen damit ihren Glauben an die Wasserkraft als ökologische und umweltfreundliche Energieform für die Zukunft.

Riesiger, natürlicher Energiespeicher

Der Stausee auf der Göscheneralp fasst rund 75 Millionen Kubikmeter Nutzwasser. Hier sammeln sich unter anderem die Wasser der Göscheneralp-, Furka- und Voralpreuss. Das Wasser dient ähnlich einer Batterie als Energiespeicher: Was im Sommer in den See fliesst, wird als Rohstoff für die Stromerzeugung im Winter auf Vorrat gelegt. Das gefasste Wasser fliesst durch einen sieben Kilometer langen Druckstollen bis ins Wasserschloss Rötiboden und von dort in einem 900 Meter langen Druckschacht steil hinab in die Kavernenzentrale in Göschenen, wo die Kraftwerk Göschenen AG im Auftrag der Centralschweizerischen Kraftwerke AG und SBB AG CO2-freien, klimafreundlichen Strom produziert.

Medienkontakt

Marcel Schmid

Leiter Media Relations, Mediensprecher

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