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Baustart zum neuen Dotierkraftwerk Urnerloch

13. November 2018 | 07:30 Uhr

Am Donnerstag, 8. November 2018 ist der Baustart zum neuen Dotierkraftwerk Urnerloch erfolgt. Mit einem sehr geringen Eingriff in die Natur produziert die Kraftwerk Göschenen AG ab Herbst 2019 ökologischer Strom für zusätzlich 100 Haushalte.

Die Kraftwerk Göschenen AG (KWG) baut im Urnerloch ein Dotierkraftwerk. Damit kann ungenutztes Restwasser bei der Wasserfassung Urnerloch – unterhalb von Andermatt – zur Stromproduktion genutzt werden. Gestern Donnerstag, 8. November 2018, hat das KWG mit dem Bau der kleinen Zentrale beim nördlichen Eingangsportal des Tunnels vor Andermatt begonnen. Diese wird teilweise in den Felsen gebaut, um den Eingriff in die Natur und Landschaft so gering wie möglich zu halten. Die Leitungen zur Zentrale werden durch einen bestehenden Spülstollen geführt.

«Durch den Bau entstehen in der Schöllenen weder auf Schiene noch auf Strasse Verkehrsbehinderungen. Für den Materialtransport werden teilweise Helikopter eingesetzt», sagt Hanspeter Maeder von der Geschäftsführung des KWG. Die verwendete Crossflow-Durchströmturbine eignet sich durch ihre robuste und wartungsarme Bauweise ideal für das Urnerloch.

Bis zum Wintereinbruch erfolgt in einer ersten Etappe die Felsräumung für das Maschinenhaus. Nach der Winterpause wird in einer zweiten Etappe der Rohbau fertiggestellt und im Anschluss die Technik eingebaut. Im Herbst 2019 geht das Dotierkraftwerk in Betrieb und produziert künftig ökologischen Strom für rund 100 Haushalte. Die Investitionssumme beläuft sich auf 1,5 Mio. CHF.


Das Dotierkraftwerk einfach erklärt

Bei der Wasserfassung Urnerloch – unterhalb von Andermatt – werden die natürlichen Zuflüsse aus dem Urserntal gefasst. Dieses Wasser wird durch einen drei Kilometer langen Druckstollen hinunter in die Kaverne in Göschenen geführt wo die Turbinen zur Stromproduktion angetrieben werden.

Bei der Wasserfassung selber wird Restwasser, sogenanntes Dotierwasser, bisher ungenutzt in die Reuss abgegeben. Im Sommer sind das bis zu 2'000 l/s, im Winter immerhin rund 400 l/s. Indem direkt unterhalb der bestehenden Wasserfassung eine kleine Zentrale gebaut wird, kann das Dotierwasser künftig zur Produktion von ökologischem Strom genutzt werden. Die installierte Leistung des Dotierkraftwerkes beträgt 140 kW, die Jahresproduktion rund 490’000 kWh.


Legende:
Baubeginn zum neuen Dotierkraftwerk in der Schöllenenschlucht: (v.l.)Hans Furger, Porr Suisse AG, Alexander Walker, Amt für Energie Uri, Hanspeter Maeder, Geschäftsführer Kraftwerk Göschenen AG und Peter Tresch, Leiter Kraftwerk Göschenen. 

Medienkontakt

Marcel Schmid

Leiter Unternehmenskommunikation, Mediensprecher

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