Kurz erklärt
Auf dieser Seite erhalten Sie das Basiswissen rund um die Preisentwicklung am Schweizer Strommarkt.
- So funktioniert der Schweizer Strommarkt
- Marktinformation
- Prognose Strompreis für den kommenden Monat
So funktioniert der Schweizer Strommarkt
Stromhandel ist zentral für eine stabile Energieversorgung – besonders für KMU in der Schweiz. Da Strom nicht in grossen Mengen gespeichert werden kann, muss das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage jederzeit gewährleistet sein. Je nach Bedarf und Lieferzeitpunkt wird Strom auf unterschiedlichen Märkten gehandelt.
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Strommarktinformation
6. August 2026
Preisentwicklung an den Strommärkten
Terminmarkt
Der Terminmarkt handelt Stromlieferungen für die Zukunft, sogenannte Futures. Der Preis richtet sich nach dem Zeitpunkt des Kaufs, ermöglicht eine langfristige Planung und bietet Schutz vor Preisschwankungen.
Spotmarkt
Am Spotmarkt wird Strom kurzfristig gehandelt. Er gleicht Verbrauchsschwankungen aus und optimiert die Stromversorgung. Einerseits birgt er Chancen für günstigere Preise, andererseits ergeben sich Risiken für höhere Kosten. Die Grafik zeigt für eine bessere Einordnung die Preise der vergangenen Jahre im Vergleich.
Rückblick
Der Schweizer Terminmarkt für die Stromlieferung im 2027 (Cal27) zeigte im letzten Monat klar nach oben. Ende Juli lag der Preis bei rund 107 Euro/MWh und damit rund 13 Euro höher als Ende Juni.
Die Schweizer Spotpreise schwankten im Monatsverlauf zwischen -13 Euro/MWh und 226 Euro/MWh. Im Vergleich zum Vormonat lag der durchschnittliche Spotpreis höher. Auffällig war, dass das Preisniveau im Monatsverlauf deutlich anstieg und Anfang August hohe Werte erreichte.
Preissteigernde Faktoren
- Gas blieb der Haupttreiber: Der Konflikt rund um Iran, Risiken für Schiffe im Roten Meer und eine knappe Versorgung mit Flüssigerdgas verteuerten Gas weiter. Die Preise kletterten auf ein neues Mehrjahreshoch, sogar höher als kurz nach Ausbruch des Konflikts Ende Februar (Terminmarkt).
- Hitze erhöhte die Stromnachfrage: Hohe Temperaturen erhöhten den Kühlbedarf und damit die Nachfrage (Spotmarkt).
- Trockenheit reduzierte die Wasserkraft: Zu wenig Niederschlag hält die Pegel der Speicherseen weiterhin tief. Die knappere inländische Wasserkraft erhöhte den Preisdruck direkt in der Schweiz (Termin- und Spotmarkt).
- Eingeschränkter Betrieb des Kernkraftwerks Beznau: Wegen hoher Flusstemperaturen lief das Kernkraftwerk Beznau zeitweise nur im Teilbetrieb oder gar nicht: Steigt das Kühlwasser über 25 Grad Celsius, muss die Leistung sinken oder die Anlage vom Netz gehen (Spotmarkt).
- CO2 verteuerte den Strom: In der letzten Juliwoche stiegen die Preise für Gas und CO2 weiter an. Dies verteuerte die Stromerzeugung mit fossilen Kraftwerken (Termin- und Spotmarkt).
Preissenkende Faktoren
- Gesunkene Risikoprämie am Gasmarkt: Ende Juli beruhigte sich die Lage im Nahen Osten vorübergehend. Das liess die Gaspreise leicht sinken (Termin- und Spotmarkt).
- Tiefere CO2-Preise entlasteten die Strompreise: In derselben Woche sanken auch die CO2-Preise. Zusammen mit dem tieferen Gaspreis bremste das den vorherigen Preisanstieg spürbar (Termin- und Spotmarkt).
Ausblick
Preissteigernde Faktoren
- Warmes und trockenes Wetter treibt die Preise nach oben: Für die kommenden zwei Wochen sind überdurchschnittlich warme Temperaturen und wenig Niederschlag zu erwarten. Das erhöht die Stromnachfrage und verschärft die Lage bei der Wasserkraft (Spotmarkt).
- Gas bleibt ein Risiko: Europas Gasspeicher sind zurzeit zu wenig gefüllt. Gleichzeitig ist unklar, ob bis November deutlich höhere Füllstände erreicht werden können. Bleibt Gas knapp, dürfte der Druck auf die Strompreise anhalten (Terminmarkt).
- Eingeschränkte Kernkraftverfügbarkeit bleibt ein Risiko: Kühlprobleme dürften auch Kernkraftwerke in Europa teilweise ausser Betrieb setzen. Steht in den Nachbarländern weniger Strom zur Verfügung, steigen die Preise für Schweizer Stromimporte (Spotmarkt).
- Hohe Abendspitzen dürften bleiben: Es werden weiterhin niedrige Preise am Mittag und hohe Preise am Abend erwartet. Da die Solarproduktion saisonal abnimmt, bleiben die Abendpreise länger erhöht (Spotmarkt).
Preissenkende Faktoren
- Stabilisierung im Nahen Osten würde entlasten: Die Entwicklung Ende Juli zeigt: Sobald sich die geopolitische Lage stabilisiert, sinken die Gasrisikoprämien (Terminmarkt).
Fazit
Wetter und Geopolitik bleiben die grössten Einflussfaktoren auf die Strompreise. Solange es warm und trocken bleibt, dürften die Spotmarktpreise erhöht bleiben. Bei den Terminmarktpreisen entscheidet vor allem, ob Gas- und CO2-Preise sinken oder neue Risiken dazukommen.
Wissenshäppchen
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Strompreise am Terminmarkt ändern sich täglich. Mit dem kostenlosen Strompreismonitor überwachen Sie die Preisentwicklung. Wir benachrichtigen Sie automatisch, sobald Ihre definierten Preisalarme erreicht werden.
So gehen Sie vor
Orientieren Sie sich zunächst an den Preisen Ihren bisherigen Stromverträge. Liegen die aktuellen Preise günstiger als bisher, kann ein sofortiger Abschluss wirtschaftlich sinnvoll sein. Sind die Preise höher, kann eine mehrjährige Beschaffung sinnvoll sein, besonders für die Lieferjahre 2028 und 2029.
Alternativ können Sie den aktuellen Tageskurs als Ausgangspunkt nehmen und Ihre Preisalarme rund 0,45 Rappen pro kWh ober- und unterhalb dieses Niveaus festlegen. Dies entspricht der durchschnittlichen monatlichen Marktbewegung der letzten zwölf Monate.
Sobald ein Preisalarm ausgelöst wird:
Sie erhalten automatisch eine E-Mail-Benachrichtigung. Prüfen Sie dann folgende Punkte:
- Entspricht das Preisniveau Ihren Erwartungen?
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Häufige Fragen
Das hängt von Ihrem Verbrauchsprofil, Ihrem Budget und Ihrer Strategie ab.
CKW bietet verschiedene Produkte, die auf unterschiedliche Bedürfnisse abgestimmt sind.
- CKW Garant Fix: feste Preise für ein bis drei Jahre, ideal für Unternehmen, die Planungssicherheit suchen.
- CKW Garant Spot: marktnahe Preise mit der Möglichkeit, später auf einen Fixpreis zu wechseln.
- CKW Garant Easy: strukturierte Tranchen-Beschaffung, geeignet für Unternehmen mit einem Verbrauch ab 1 GWh pro Jahr.
In der Grundversorgung beziehen Sie Ihren Strom zu einem vom Bund regulierten Preis, der jährlich im August für das Folgejahr festgelegt wird. Ihr Energieversorger kümmert sich um alles, Sie haben jedoch wenig Einfluss auf die Preisgestaltung.
Im freien Strommarkt können Sie selbst entscheiden, wann, wie und zu welchem Preis Sie Strom beschaffen möchten – gemeinsam mit Ihrem Energieversorger. Dies bietet Ihnen mehr Flexibilität und Chancen auf tiefere Kosten, erfordert aber auch mehr Planungsaufwand.
In der Schweiz können Unternehmen mit einem Stromverbrauch von über 100’000 kWh pro Jahr frei entscheiden, ob sie in der Grundversorgung bleiben oder in den freien Strommarkt wechseln möchten.
Ein Wechsel kann sich lohnen, wenn Sie
- mehr Einfluss auf Ihre Energiekosten haben möchten,
- einen gut vorhersehbaren Stromverbrauch haben,
- von tieferen Marktpreisen profitieren möchten,
- Wert auf langfristige Planung oder maximale Flexibilität legen.
Der Stromhandel an der Börse ist notwendig, um das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage sicherzustellen, da Strom nicht in grossen Mengen gespeichert werden kann. Anbieter wie Kraftwerke und Nachfrager wie Energieversorger oder Grosskunden treffen hier aufeinander. Der Handel ermöglicht faire und transparente Preise, sorgt für Stabilität im Stromnetz und erlaubt eine flexible Reaktion auf Schwankungen.
Der Strommarkt gliedert sich in zwei Hauptmärkte: den Spotmarkt und den Terminmarkt. Am Spotmarkt wird Strom kurzfristig gehandelt, entweder für den nächsten Tag (Day-Ahead) oder für den gleichen Tag (Intraday). Der Terminmarkt hingegen dient der langfristigen Planung und Preisabsicherung, indem hier Strom Monate oder sogar Jahre im Voraus gekauft wird.
Der Spotmarkt ist der Ort für kurzfristige Stromkäufe. Hier treffen Angebot und Nachfrage stündlich aufeinander, und die Preise spiegeln die aktuelle Marktsituation wider. Anbieter melden ihre verfügbaren Strommengen, und Nachfrager geben Gebote für die gewünschte Strommenge ab. Der Preis entsteht dort, wo sich Angebot und Nachfrage treffen.
Einflussfaktoren wie Wetterprognosen, Tagesverbrauch, Kraftwerksausfälle oder technische Störungen wirken sich direkt auf die Preisbildung aus. Der Spotmarkt ist daher ideal für Unternehmen, die flexibel auf ihren Verbrauch reagieren möchten.
Am Terminmarkt wird Strom für die Zukunft gehandelt, oft Monate oder Jahre im Voraus. Käuferinnen und Käufer sichern sich hier Strom zu einem festen Preis für einen definierten Zeitpunkt. Die Preise entstehen durch Angebot, Nachfrage und Markterwartungen.
Der Terminmarkt reduziert Risiken durch Preisschwankungen und ermöglicht langfristige Investitionen in die Energieerzeugung und Infrastruktur. Faktoren wie Rohstoffpreise, Wirtschaftsentwicklung, Zinsniveau, Kraftwerksplanung oder politische Rahmenbedingungen beeinflussen die Preisbildung. Unternehmen, die langfristig planen und stabile Budgets benötigen, profitieren besonders vom Terminmarkt.
Ihr Strompreis hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören Ihr Verbrauchsprofil, also ob Ihr Bedarf gleichmässig oder stark schwankend ist, sowie die Wahl Ihres Stromprodukts. Auch die Vertragslaufzeit spielt eine Rolle: Längere Laufzeiten bieten oft stabilere und günstigere Preise. Zudem beeinflusst die Angebotsgültigkeit den Preis, da kürzere Fristen weniger Risikoaufschläge beinhalten.
Nein, Produktion und Handel sind vollständig entkoppelt. Der Strom, den CKW produziert, wird – wie jeder andere Strom – an der Strombörse gehandelt. Ihr Strompreis orientiert sich an den Marktpreisen der Börse und an den von Ihnen gewählten Stromprodukten.
Um optimal vom freien Markt zu profitieren, empfiehlt es sich, folgende Schritte zu unternehmen:
- Beobachten Sie die Strompreise, um den richtigen Zeitpunkt für den Einkauf zu finden.
- Analysieren Sie Ihren Stromverbrauch, um Ihre Bedürfnisse besser zu verstehen.
- Vergleichen Sie die Angebote verschiedener Energieversorger, um das beste Produkt für Ihr Unternehmen zu wählen.
Wenn Sie sich für den Wechsel auf den freien Strommarkt entscheiden, müssen Sie den Netzzugang bei Ihrem Netzbetreiber bis spätestens 31. Oktober beantragen, um ab 1. Januar wechseln zu können.