Energie

Strommarkt im Fokus: Preise und Prognosen

Erhalten Sie eine aktuelle Einschätzung zum Strommarkt, eine Prognose der Strompreise für den kommenden Monat sowie wertvolle Hintergrundinformationen und Tipps für den Stromeinkauf für Ihr Unternehmen.

Kurz erklärt

Auf dieser Seite erhalten Sie das Basiswissen rund um die Preisentwicklung am Schweizer Strommarkt. 

  • So funktioniert der Schweizer Strommarkt
  • Marktinformation
  • Prognose Strompreis für den kommenden Monat

So funktioniert der Schweizer Strommarkt

Stromhandel ist zentral für eine stabile Energieversorgung – besonders für KMU in der Schweiz. Da Strom nicht in grossen Mengen gespeichert werden kann, muss das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage jederzeit gewährleistet sein. Je nach Bedarf und Lieferzeitpunkt wird Strom auf unterschiedlichen Märkten gehandelt.

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Das passende Beschaffungsmodell richtet sich ganz nach den spezifischen Anforderungen Ihres Unternehmens. 

Mit unserem Stromangebotsrechner können Sie die wichtigsten Merkmale der Modelle miteinander vergleichen und Ihr individuelles Stromangebot in wenigen Klicks berechnen. 

Strommarktinformation 
8. Oktober 2026

Preisentwicklung an den Strommärkten 

Terminmarkt

Der Terminmarkt handelt Stromlieferungen für die Zukunft, sogenannte Futures. Der Preis richtet sich nach dem Zeitpunkt des Kaufs, ermöglicht eine langfristige Planung und bietet Schutz vor Preisschwankungen.

Spotmarkt

Am Spotmarkt wird Strom kurzfristig gehandelt. Er gleicht Verbrauchsschwankungen aus und optimiert die Stromversorgung. Einerseits birgt er Chancen für günstigere Preise, andererseits ergeben sich Risiken für höhere Kosten. Die Grafik zeigt für eine bessere Einordnung die Preise der vergangenen Jahre im Vergleich.

Rückblick

Die Schweizer Strompreise sind im letzten Monat spürbar gestiegen. Der Preis für die Stromlieferung für 2027 (Cal27) stieg auf rund 141 EUR/MWh (07.10.26) und ist somit 20 EUR/MWh teurer als Ende August.

Auch der Spotmarkt zog deutlich an: Der Schweizer Wochenwert stieg im September von 147 auf 186 EUR/MWh mit einem Durchschnitt von 168 EUR/MWh.
 

Preissteigernde Faktoren 

  • Gas wurde deutlich teurer: Houthi-Angriffe und Risiken rund um die Strasse von Hormus haben die Gaspreise erhöht. Seit Ende Juni haben sich diese ungefähr verdoppelt. Das verteuert Strom aus Gaskraftwerken in den Nachbarländern und damit auch den Strompreis (Termin- und Spotmarkt).
  • CO2-Zertifikate wurden stark nachgefragt: Weil alle Unternehmen bis Ende September ihre Zertifikate eingedeckt haben mussten, stieg die Nachfrage kurzfristig – und damit der Preis für CO2-Zertifikate und dadurch auch für Strom (Termin- und Spotmarkt).
  • Speicherseen blieben zu wenig gefüllt: Das Wasserdefizit wuchs bis Anfang Oktober weiter, auch in den Nachbarländern (Termin- und Spotmarkt).

 

Preissenkende Faktoren 

  • Der Nahe Osten lieferte wieder mehr Gas: Mehr beobachtete Schiffsbewegungen liessen auf ein etwas besseres Gasangebot hoffen.
  • Sonne und Wind trugen zur Entlastung bei: Das senkte den Bedarf an teurer fossiler Erzeugung in einzelnen Stunden (Spotmarkt).
  • Kurze Regenperioden brachten minimale Erleichterung: Die Hydrobilanz erholte sich kurzzeitig, blieb aber insgesamt angespannt (Termin- und Spotmarkt).

Ausblick

Das spricht für weiter steigende Preise

  • Gas bleibt der grösste Hebel: Mit kühlerem Wetter rückt das Ende der Einspeicherungsphase näher und die Heizperiode startet. Zudem bleibt die Nachfrage aus Asien hoch.
  • Katar und die Strasse von Hormus bleiben ein Risiko: Jede neue Störung würde die Gaspreise, und damit die Schweizer Strompreise, schnell wieder anheben. Bis zu den US-Wahlen im November dürfte es aber etwas ruhiger bleiben.
  • Die Wasserbilanz bleibt angespannt: Selbst die erwarteten, saisonal üblichen Niederschläge reichen nicht, um das Defizit auszugleichen.
  • Weniger Sonne führt zu höheren Kosten: Im Oktober scheint die Sonne weniger. Die gewohnte Preisentlastung durch Solarstrom am Mittag fällt deshalb weg. Stattdessen bestimmen Gas- und Kohlkraftwerke in unseren Nachbarländern voraussichtlich den Strompreis (Spotmarkt).

 

Preissenkende Faktoren 

  • Das Europäische Emissionshandelssystem (CO2) steht wieder auf der Agenda in Brüssel: Italien und Tschechien streben an, die Vorgaben zu lockern. Ein Entscheid steht in den kommenden Wochen an und könnte gegebenenfalls preissenkend wirken.

 

Die Preise dürften hoch und schwankungsanfällig bleiben. Eine spürbare Entspannung ist derzeit nicht in Sicht. Für eine echte Entspannung braucht es alle diese Faktoren gleichzeitig: Mehr Gas, mehr Regen und tiefere CO2-Preise.

Wissenshäppchen

Gas fährt unter dem Radar 

Trotz mehr Flüssigerdgas bleiben die Preise hoch. Der Grund: Ein Teil des transportierten Gases ist für die Händler schlicht unsichtbar und diese Unsicherheit hat ihren Preis.

Normalerweise verfolgen Gashändler per GPS, wie viel Flüssigerdgas gerade per Schiff unterwegs ist. Genau das funktioniert momentan nicht: Viele Tanker schalten ihr GPS ab, sobald sie heikle Meerengen wie die Strasse von Hormus durchqueren. Die Lieferungen sind zwar unterwegs, tauchen aber nicht oder erst spät auf den Bildschirmen der Händler auf. Weil die Händler nicht wissen, wie viel Gas tatsächlich ankommt, rechnen sie zusätzliche Risikoprämien ein.

Zusätzlich umfahren manche Tanker die Krisenregionen komplett und nehmen den längeren Weg um Afrika. Das verzögert die Lieferung um bis zu 14 Tage zusätzlich und verschärft die Unsicherheit weiter.

Das heisst konkret: Nicht fehlendes Gas treibt die Preise, sondern die Unklarheit über dessen Verbleib. Erst wenn sich die Lage an den Transportwegen entspannt, dürften auch die Risikoprämien wieder sinken.

Häufige Fragen

Das hängt von Ihrem Verbrauchsprofil, Ihrem Budget und Ihrer Strategie ab. 

CKW bietet verschiedene Produkte, die auf unterschiedliche Bedürfnisse abgestimmt sind. 

  • CKW Garant Fix: feste Preise für ein bis drei Jahre, ideal für Unternehmen, die Planungssicherheit suchen.
  • CKW Garant Spot: marktnahe Preise mit der Möglichkeit, später auf einen Fixpreis zu wechseln.
  • CKW Garant Easy: strukturierte Tranchen-Beschaffung, geeignet für Unternehmen mit einem Verbrauch ab 1 GWh pro Jahr.

In der Grundversorgung beziehen Sie Ihren Strom zu einem vom Bund regulierten Preis, der jährlich im August für das Folgejahr festgelegt wird. Ihr Energieversorger kümmert sich um alles, Sie haben jedoch wenig Einfluss auf die Preisgestaltung. 

Im freien Strommarkt können Sie selbst entscheiden, wann, wie und zu welchem Preis Sie Strom beschaffen möchten – gemeinsam mit Ihrem Energieversorger. Dies bietet Ihnen mehr Flexibilität und Chancen auf tiefere Kosten, erfordert aber auch mehr Planungsaufwand. 

In der Schweiz können Unternehmen mit einem Stromverbrauch von über 100’000 kWh pro Jahr frei entscheiden, ob sie in der Grundversorgung bleiben oder in den freien Strommarkt wechseln möchten.

Ein Wechsel kann sich lohnen, wenn Sie 

  • mehr Einfluss auf Ihre Energiekosten haben möchten, 
  • einen gut vorhersehbaren Stromverbrauch haben, 
  • von tieferen Marktpreisen profitieren möchten, 
  • Wert auf langfristige Planung oder maximale Flexibilität legen. 

Der Stromhandel an der Börse ist notwendig, um das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage sicherzustellen, da Strom nicht in grossen Mengen gespeichert werden kann. Anbieter wie Kraftwerke und Nachfrager wie Energieversorger oder Grosskunden treffen hier aufeinander. Der Handel ermöglicht faire und transparente Preise, sorgt für Stabilität im Stromnetz und erlaubt eine flexible Reaktion auf Schwankungen.  

Der Strommarkt gliedert sich in zwei Hauptmärkte: den Spotmarkt und den Terminmarkt. Am Spotmarkt wird Strom kurzfristig gehandelt, entweder für den nächsten Tag (Day-Ahead) oder für den gleichen Tag (Intraday). Der Terminmarkt hingegen dient der langfristigen Planung und Preisabsicherung, indem hier Strom Monate oder sogar Jahre im Voraus gekauft wird. 

Der Spotmarkt ist der Ort für kurzfristige Stromkäufe. Hier treffen Angebot und Nachfrage stündlich aufeinander, und die Preise spiegeln die aktuelle Marktsituation wider. Anbieter melden ihre verfügbaren Strommengen, und Nachfrager geben Gebote für die gewünschte Strommenge ab. Der Preis entsteht dort, wo sich Angebot und Nachfrage treffen.  

Einflussfaktoren wie Wetterprognosen, Tagesverbrauch, Kraftwerksausfälle oder technische Störungen wirken sich direkt auf die Preisbildung aus. Der Spotmarkt ist daher ideal für Unternehmen, die flexibel auf ihren Verbrauch reagieren möchten. 

Am Terminmarkt wird Strom für die Zukunft gehandelt, oft Monate oder Jahre im Voraus. Käuferinnen und Käufer sichern sich hier Strom zu einem festen Preis für einen definierten Zeitpunkt. Die Preise entstehen durch Angebot, Nachfrage und Markterwartungen.  

Der Terminmarkt reduziert Risiken durch Preisschwankungen und ermöglicht langfristige Investitionen in die Energieerzeugung und Infrastruktur. Faktoren wie Rohstoffpreise, Wirtschaftsentwicklung, Zinsniveau, Kraftwerksplanung oder politische Rahmenbedingungen beeinflussen die Preisbildung. Unternehmen, die langfristig planen und stabile Budgets benötigen, profitieren besonders vom Terminmarkt. 

Ihr Strompreis hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören Ihr Verbrauchsprofil, also ob Ihr Bedarf gleichmässig oder stark schwankend ist, sowie die Wahl Ihres Stromprodukts. Auch die Vertragslaufzeit spielt eine Rolle: Längere Laufzeiten bieten oft stabilere und günstigere Preise. Zudem beeinflusst die Angebotsgültigkeit den Preis, da kürzere Fristen weniger Risikoaufschläge beinhalten. 

Nein, Produktion und Handel sind vollständig entkoppelt. Der Strom, den CKW produziert, wird – wie jeder andere Strom – an der Strombörse gehandelt. Ihr Strompreis orientiert sich an den Marktpreisen der Börse und an den von Ihnen gewählten Stromprodukten. 

Um optimal vom freien Markt zu profitieren, empfiehlt es sich, folgende Schritte zu unternehmen: 

  • Beobachten Sie die Strompreise, um den richtigen Zeitpunkt für den Einkauf zu finden. 
  • Analysieren Sie Ihren Stromverbrauch, um Ihre Bedürfnisse besser zu verstehen. 
  • Vergleichen Sie die Angebote verschiedener Energieversorger, um das beste Produkt für Ihr Unternehmen zu wählen. 

Wenn Sie sich für den Wechsel auf den freien Strommarkt entscheiden, müssen Sie den Netzzugang bei Ihrem Netzbetreiber bis spätestens 31. Oktober beantragen, um ab 1. Januar wechseln zu können.