Was versteht man unter dezentralen Flexibilitäten?
Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien wird Flexibilität im Stromnetz immer wichtiger. Sie ermöglicht es, Schwankungen auszugleichen und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Neben grossen Technologien wie Kraftwerken werden künftig auch kleinteilige, dezentrale Flexibilitäten in den Flexibilitäten-Pool aufgenommen. Erfahren Sie hier alles rund um das Thema dezentrale Flexibilitäten.
Warum braucht es Flexibilitäten?
Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien wie Wind und Solar wird Flexibilität im Stromnetz immer wichtiger. Dies weil erneuerbare Energien wetterabhängig und dadurch schwer vorhersagbar sind. Flexibilität ermöglicht es, Schwankungen auszugleichen und die Integration erneuerbarer Energien zu maximieren, während gleichzeitig die Versorgungssicherheit gewährleistet bleibt.
Ein Stromsystem ist nämlich nur dann stabil, wenn zu jeder Zeit die Stromerzeugung exakt dem Stromverbrauch entspricht. Flexibilität kann genau das liefern: Anlagen, wie zum Beispiel Elektroautos oder Wärmepumpen, die relativ flexibel sind, werden an der Stromerzeugung ausgerichtet.
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Flexibilität im Energiesystem bezeichnet also die Fähigkeit, die Stromeinspeisung, den Stromverbrauch oder die Speicherung von Strom zeitlich und mengenmässig zu verändern. Es gibt verschiedene Arten von Flexibilitäten, darunter netzdienliche, marktdienliche und systemdienliche Flexibilitäten.
Praktische Anwendungen und Herausforderungen – woher kommt Flexibilität?
Flexibilitäten können genutzt werden, um erneuerbare Energien besser zu integrieren. Technologien wie Wärmepumpen, Elektroautos und Batteriespeicher spielen dabei eine entscheidende Rolle. Diese Systeme ermöglichen eine Anpassung des Energieverbrauchs an die Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien und tragen zur Netzstabilität bei.
Flexibilität kann daher von verschiedenen Orten kommen:
- Haushalte und Privatpersonen oder Eigentümerinnen und Eigentümer von Mehrfamilienhäusern (Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher oder Elektrofahrzeuge)
- Unternehmen mit Ladesäulen vor Bürogebäuden oder auf Firmenparkplätzen
- Unternehmen mit PV-Anlagen und Batteriespeichern
Beispiel «Elektroauto»
Anstatt das Auto sofort nach dem Ankommen zu laden, kann der Ladevorgang zeitlich verschoben werden. Wenn das Auto um 18 Uhr nach Hause kommt und erst um 7 Uhr morgens wieder benötigt wird, können die benötigten 20 kWh flexibel über die Nacht verteilt geladen werden. Das System kann dann laden, wenn gerade viel Windstrom verfügbar ist (nachts) oder wenn das Netz wenig belastet ist, anstatt in der Verbrauchsspitze am Abend.
Vergütung von kleinteiligen Flexibilitäten dank Aggregation
Die Flexibilität von PV-Anlagen, Elektroautos, Wärmepumpen oder Batteriespeichern ist zu klein, um diese an den Netzbetreiber zu verkaufen oder an der Strombörse zu vermarkten. Deshalb müssen verschiede kleine Assets gebündelt werden und gesamthaft, als eine grosse Einheit vermarktet werden. Das nennt man Aggregation.
CKW hilft dabei, die kleinen Assets der Kundinnen und Kunden zu aggregieren und als Flexibilität zu vermarkten. So verdient man auch mit kleinen Assets Geld.
Es gibt je nach technischer Anlage verschiedene Produkte, die Ihnen dabei helfen können.
Hier finden Sie einen Überblick über die Anreizsysteme, um Flexibilitäten wirtschaftlich attraktiv zu machen:
Auf dem Bild wird das Anreizsystem und die Aggregation von kleinteiligen Flexibilitäten erklärt.
Auf dem Bild wird das Anreizsystem und die Aggregation von kleinteiligen Flexibilitäten erklärt.
Gerne beraten wir Sie zum Thema dezentrale Flexibilitäten. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.
Technologische und regulatorische Aspekte
Die Nutzung von Flexibilitäten wird durch verschiedene regulatorische Rahmenbedingungen in der Schweiz beeinflusst. Ab 2026 wird die Nutzung von Flexibilitäten durch neue Regelungen wie Vertragsfreiheit und garantierte Nutzung durch Verteilnetzbetreiber geregelt. Diese Entwicklungen fördern innovative Lösungen und Technologien.
Zukünftige Entwicklungen
Zukünftige Energiesysteme benötigen eine Vielzahl von Flexibilitäten, um die Energiewende zu unterstützen. Die Schweiz kann ihre Energieversorgung klimaneutral gestalten, indem sie Flexibilitäten fördert und innovative Lösungen implementiert.