Die Weichen sind gestellt
13. Oktober 2026|Lesezeit: 5 min
Ein Bahnhof und seine Perrons leben vom perfekten Zusammenspiel im Hintergrund: Weichen, Signale und Fahrpläne, die exakt aufeinander abgestimmt sein müssen. Im «Perron», dem neuen Standort der Hochschule Luzern (HSLU) im Luzerner Rösslimatt-Quartier, gilt für die Gebäudetechnik dasselbe Prinzip. Der Neubau wurde von der SBB entlang der Geleise Richtung Bahnhof Luzern errichtet. Wie CKW als Gesamtanbieterin Elektroinstallation, Brandschutz, Gebäudeautomation und Solartechnik zu einem reibungslosen Ganzen verbindet, zeigt dieses Referenzprojekt.
Ein Projekt, viele Gewerke, eine Partnerin
Für das Totalunternehmen Anliker AG war das Projekt «Perron» ein komplexes Bauvorhaben mit vielen Beteiligten. Guido Röösli, Projektleiter bei Anliker, setzte deshalb von Anfang an auf klare Strukturen:
- Erfahrene Schlüsselpersonen
- Feste Sitzungsgefässe für Bau, Gebäudeautomation, Solartechnik und Fassade
- Eine weitsichtige Terminplanung
Eine Partnerin wie CKW, die mehrere Gewerke gleichzeitig übernimmt, war für ihn dabei ein klarer Vorteil. «Weniger Schnittstellen und weniger Ansprechpersonen bedeuten mehr Effizienz», sagt Röösli. Gerade bei der Termineinhaltung habe sich das ausgezahlt: Als Totalunternehmerin trägt Anliker gegenüber der Bauherrschaft SBB weitreichende vertragliche Verpflichtungen. Dank der vorausschauenden Ressourcenplanung von CKW musste dieses Thema gegenüber der SBB nie zur Sprache kommen.
Grossauftrag für die Elektroinstallation und die Gebäudeautomation
CKW übernahm im «Perron» die gesamte Elektroinstallation: rund 200 Kilometer UKV-Kabel für eine einheitliche, zukunftssichere Kommunikationsverkabelung sowie 100 Kilometer Niederspannungskabel für die alltägliche Stromversorgung. Dazu kommen 3'300 Steckdosen, 300 Meter Stromschienen und 25 Elektroverteilkästen im gesamten Gebäude. Innerhalb des Elektro-Gesamtauftrags installierte CKW zudem die Brandmeldeanlage mit 1'220 Brandmeldern und sorgt damit für die Sicherheit von Studierenden, Dozierenden und Mitarbeitenden.
Ein weiterer zentraler Baustein war die Gebäudeautomation. Insgesamt sind im Grund- und Mieterausbau 53 Steuerungs- und Regelgeräte (SPS) mit rund 35'000 Datenpunkten verbaut. Sie regeln Beleuchtung, Beschattung, Lüftung und Heizung für rund 230 Räume, inklusive 15 Lüftungsanlagen und 21 Heizungs- und Kälteanlagen, und übernehmen damit die komplette Raumregulierung von der Übergabestation bis zum Endverbraucher im Raum.
Auf dem Dach installierte CKW zudem eine Photovoltaikanlage mit 756 Solarmodulen und einer Leistung von rund 298 kWp. Die konsequente Südausrichtung schafft dabei ausreichend Abstand zwischen den Modulreihen, was die Wartung der Gründachfläche deutlich vereinfacht und die jährlichen Unterhaltskosten tief hält. Diese Anlage ist eine der grössten in der Stadt Luzern.
«Für ein gutes Gelingen im Projektgeschäft sind die Schlüsselpersonen ein entscheidender Faktor, und CKW hat diese Schlüsselpersonen.»
Guido Röösli
Projektleiter bei Anliker
Aus Sicht der Mieterin: durchdachte Technik, die im Hintergrund funktioniert
Für die HSLU war schon in der Planungsphase klar, welche Ansprüche das neue Gebäude erfüllen musste. «Für uns war von Anfang an wichtig, eine Gebäudetechnik zu realisieren, die den heutigen Anforderungen an einen modernen Hochschulbetrieb entspricht und gleichzeitig genügend Flexibilität für unterschiedliche Lehr- und Lernformen bietet», erklärt Tobias Ernst, Projektleiter Bau bei der HSLU. Neben einem hohen Raumkomfort stand für die Hochschule vor allem die Nutzerfreundlichkeit im Vordergrund: Die Technik soll möglichst automatisiert im Hintergrund funktionieren, ohne dass sich Studierende oder Mitarbeitende im Alltag intensiv damit befassen müssen. Ebenso wichtig war die Energieeffizienz, mit dem Ziel, dass Energie dort eingesetzt wird, wo und wann sie aufgrund der Nutzung tatsächlich gebraucht wird.
Seit dem Bezug fällt das Fazit positiv aus. Geschätzt werden die hellen, modernen Räume, die Offenheit des Gebäudes und die hohe Flexibilität der Unterrichts- und Arbeitsbereiche. Auch aus technischer Sicht funktioniert das Gebäude weitgehend so, wie es geplant wurde: Viele Funktionen laufen automatisiert über Sensoren, während Nutzerinnen und Nutzer nur dort eingreifen, wo es sinnvoll ist, etwa bei Beleuchtung oder Beschattung. Bei der Beleuchtung setzt die HSLU bewusst auf eine Halbautomatik: Das Licht wird von Hand eingeschaltet und bei fehlender Präsenz automatisch wieder ausgeschaltet. Die Beschattung dagegen läuft vollautomatisch, mit Fokus auf den sommerlichen Wärmeschutz, lässt sich bei Bedarf aber übersteuern.
Auch die Photovoltaikanlage auf dem Dach zahlt auf die Nachhaltigkeitsstrategie der Hochschule ein. «Ein Teil des benötigten Stroms wird direkt am Standort erneuerbar produziert und genutzt», sagt Ernst. Für Studierende und Mitarbeitende geschieht dies weitgehend unbemerkt im Hintergrund, im Zusammenspiel mit der See-Energie von EWL für Wärme und Kälte entsteht so ein zeitgemässes, energieeffizientes Gesamtsystem.
Die Zusammenarbeit mit CKW bewertet Tobias Ernst als sehr gut, sowohl während der Bauphase als auch im laufenden Betrieb. «Besonders schätzen wir die hohe Fachkompetenz, die festen Ansprechpartner sowie die sehr gute Erreichbarkeit und Reaktionszeit. Die Zusammenarbeit ist lösungsorientiert und pragmatisch, auch dann, wenn im laufenden Betrieb kurzfristig eine Lösung gefragt ist», sagt er. Gerade nach der Inbetriebnahme zeige sich das: CKW als Partnerin begleite die HSLU weiterhin zuverlässig und setze gemeinsam mit ihr laufend Optimierungen um. Auf die Frage nach einer Weiterempfehlung antwortet er ohne Umschweife: «Ja, auf jeden Fall.»
«Bei CKW schätzen wir die hohe Fachkompetenz, die festen Ansprechpartner sowie die sehr gute Erreichbarkeit und Reaktionszeit. Die Zusammenarbeit ist lösungsorientiert und pragmatisch.»
Tobias Ernst
Projektleiter Bau bei der HSLU
Das würde er anderen Hochschulen raten
Anderen Institutionen, die als Mieterin in ein grosses Neubauprojekt einziehen, rät er, die eigenen Anforderungen früh und klar zu definieren und kompetente Partnerunternehmen beizuziehen, gerade bei der komplexen Gebäudeautomation. Wichtig sei zudem, Firmen und Schlüsselpersonen zu wählen, die mitdenken und aktiv zum Gelingen des Gesamtprojekts beitragen. Die Bündelung mehrerer Kompetenzen bei einem Partner, wie im Fall von Elektroinstallation und Gebäudeautomation, erleichtere die Schnittstellen erheblich und trage wesentlich dazu bei, dass ein komplexes Gebäude am Ende auch im Betrieb als Gesamtsystem funktioniert.
Ein Gebäude, viele Gewerke, eine Partnerin
Das Projekt «Perron» zeigt exemplarisch, was CKW als Gesamtanbieterin in der Gebäudetechnik leisten kann. Von der Elektroinstallation über die Gebäudeautomation und den Brandschutz bis zur Solartechnik übernimmt CKW Verantwortung für zentrale Gewerke aus einer Hand, mit klaren Ansprechpersonen und durchgehender Verlässlichkeit über die gesamte Projektdauer hinweg.
Für Generalunternehmer, Planungsbüros und Bauherrschaften bedeutet das
- Weniger Schnittstellen
- Effizientere Koordination
- Und ein Gebäude, das am Ende auch im Alltag als Gesamtsystem funktioniert.
Die Weichen sind gestellt, der Fahrplan steht: Das Perron der HSLU ist bereit für alle, die dort ankommen, lernen und wieder zu einer neuen Reise aufbrechen.
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