Willisau im Gleichgewicht: Ein Traditionsunternehmen denkt grösser

1. Oktober 2026|Lesezeit: 5 min

Ein Gleichgewicht braucht zwei Seiten, die zusammenpassen. Die DIWISA AG in Willisau lebt das seit Jahrzehnten: Tradition bewahren, aber auch weiterdenken. Mit CKW Flex Solar stellt DIWISA nun die eigene Photovoltaikanlage in den Dienst eines stabilen Stromnetzes und sichert sich gleichzeitig einen zusätzlichen Ertrag. 

Ein Gespräch mit Thomas Lüscher, Betriebsleiter bei DIWISA, zeigt, wie aus lokalem Handeln ein Beitrag zum grossen Ganzen wird.



Zwei gute Gründe für einen weiteren Schritt 

Für Thomas Lüscher war die Entscheidung für CKW Flex Solar das Ergebnis eines längeren Entscheidungsprozesses. «Wir haben die Entwicklungen rund um Stromvermarktung und Einspeisung schon länger verfolgt und standen immer wieder im Austausch mit CKW», erklärt er. Aus diesem Austausch sei nach und nach ein vertieftes Verständnis für den gesamten Strommarkt entstanden. Für unsere Energiezukunft ist es beispielsweise essenziell, Solaranlagen und Verbraucher flexibel zu steuern, um Schwankungen im Stromnetz auszugleichen. Dies führte schliesslich zum Entscheid für CKW Flex Solar. 

 

Ausschlaggebend waren für DIWISA zwei Aspekte: 

  • Der finanzielle Ertrag
  • Und der Beitrag zu einem stabilen Stromnetz.

«Als KMU müssen wir am Ende des Tages Geld verdienen, deshalb war der finanzielle Ertrag ein wichtiger Faktor», sagt Lüscher. Gleichzeitig ist ihm die Stabilität des Stromnetzes ein persönliches Anliegen: «Es ist ein spannendes Thema, zu dem wir als Unternehmen einen kleinen Beitrag leisten können.» 

«Als KMU müssen wir am Ende des Tages Geld verdienen, deshalb war der finanzielle Ertrag ein wichtiger Faktor.»

Thomas Lüscher

Betriebsleiter bei DIWISA AG

Was CKW Flex Solar leistet

Mit dem Produkt «CKW Flex Solar» übernimmt CKW die intelligente Steuerung der Photovoltaikanlage, etwa durch eine kurzzeitige Abregelung bei Überproduktion, und vermarktet die entstehende Flexibilität über den CKW Flexpool am Regelenergiemarkt. Dafür erhalten Kundinnen und Kunden eine Vergütung, zusätzlich zur bestehenden Eigenverbrauchsoptimierung oder einem ZEV.  

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Schon gewusst? Mit einer Anlage von 200 kWp lassen sich auf diese Weise rund 3'000 Franken pro Jahr erwirtschaften.

Besonders relevant wird dieses Modell ab 2027: Ab dem 1. Januar orientiert sich die Rückliefervergütung für eingespeisten Solarstrom nicht mehr am vierteljährlichen Referenz-Marktpreis, sondern am viertelstündlichen Spot-Marktpreis zum jeweiligen Einspeisezeitpunkt. Das bedeutet: Bei negativen Strompreisen kann auch die Vergütung ins Minus rutschen. Eine flexible Steuerung der eigenen Anlage gewinnt damit weiter an wirtschaftlicher Bedeutung. 

 

Erfahren Sie mehr über die neuen Regelungen ab 2027:

«DIWISA hat früh verstanden, dass PV-Anlagen nicht nur Strom produzieren, sondern auch flexibel ins Energiesystem eingebunden werden können. Die Offenheit des Unternehmens für diese Entwicklung und die vorhandene technische Infrastruktur haben die Umsetzung von CKW Flex Solar besonders einfach gemacht.»

Fausto de Angelis

Flex Manager CKW

Einstieg ohne technischen Mehraufwand 

Für DIWISA war der Einstieg unkompliziert, denn das Unternehmen setzte bereits den CKW PV Manager als Energiemanagementsystem ein und verfügte über kompatible Wechselrichter. Ein Umbau oder zusätzliche Investitionen in Hardware waren dadurch nicht nötig. 

Trotzdem war der Weg vom ersten Gespräch bis zur laufenden Vermarktung mit einem gewissen Lernaufwand verbunden, wie Thomas Lüscher offen schildert. «Am Anfang gab es einen regen Austausch mit den Mitarbeitenden von CKW. Als Betriebsleiter habe ich mich intensiv in das Thema eingearbeitet.»  

Auch im privaten Umfeld habe er gemerkt, wie wenig Verständnis für das Gesamtsystem oft vorhanden ist: «Sobald ich erwähnt habe, dass unsere Anlage kurzzeitig abgeschaltet wird, gab es Unverständnis. Dabei fehlt vielen einfach der Blick auf das grosse Ganze.» Beim Onboarding sei DIWISA von CKW sehr gut und proaktiv begleitet worden, auch wenn der Prozess an einzelnen Stellen noch komplex gewesen sei. «Ich war froh, musste ich nicht alles im Detail selbst durcharbeiten. Das wäre sehr viel Text gewesen.» 

«Die PV-Anlage wurde so realisiert, dass sie für die Zukunft bereit ist. Der CKW PV-Manager ist der elementare Baustein, für die Integration von Ladeinfrastruktur, Flexibilitätsprodukten oder Batteriespeichern.»

Tim Kissling

Projektleiter Solartechnik CKW

Blick auf die grosse PV-Anlage auf den Dächern der DIWISA Gebäude 
Blick auf die grosse PV-Anlage auf den Dächern der DIWISA Gebäude 

Sichtbare Veränderungen im Betrieb 

Erste Abschaltungen durch CKW Flex Solar haben bereits stattgefunden. Sichtbar wurde der Effekt aber schon im CKW PV Manager: «Wir sehen die üblichen Verläufe und Kurven nicht mehr ganz gleich, plötzlich sind abfallende Spitzen erkennbar», berichtet Thomas Lüscher. Für ihn ein klares Zeichen, dass die Steuerung aus der Ferne funktioniert. 

Analyse im CKW PV Manager: die kurzzeitige Abschaltung ist gut zu erkennen. 
Analyse im CKW PV Manager: die kurzzeitige Abschaltung ist gut zu erkennen. 

Sichtbare Veränderungen im Betrieb 

Die gute Zusammenarbeit basiert auf einer langjährigen Partnerschaft.  
Die gute Zusammenarbeit basiert auf einer langjährigen Partnerschaft.  

CKW begleitet DIWISA schon länger, von der Installation der Solaranlage über den PV Manager bis zur Flexibilitätsvermarktung. «Ich habe die Mitarbeitenden von CKW immer als sehr zielführend und kooperativ erlebt. Man spricht auf Augenhöhe und wird laufend informiert. Ich bin froh, so gute Ansprechpersonen zu haben», sagt er. «CKW kann ich gerne auch anderen Unternehmen als Partnerin weiterempfehlen». 

DIWISAs Rat für andere Firmen 

Wer ähnlich wie DIWISA über die Vermarktung der eigenen PV-Flexibilität nachdenkt, sollte sich laut Thomas Lüscher zunächst gut informieren und den eigenen Blickwinkel erweitern. «Es reicht nicht, nur die eigene Anlage zu betrachten. Man sollte auch ein Verständnis für den gesamten Strommarkt entwickeln. Strom muss im Gleichgewicht bleiben, und dafür braucht es heute ein Umdenken, an dem sich auch Unternehmen beteiligen können.»  

Am Ende zähle für ein KMU aber immer, welche Lösung betriebswirtschaftlich am meisten Sinn ergibt. «Wer dieses Verständnis mitbringt, dem kann ich CKW Flex Solar sehr empfehlen.» 

Ein Blick in die Zukunft 

Bei DIWISA denkt man bereits weiter: Der Ausbau der Produktionshallen mit einer zusätzlichen PV-Anlage sowie einem Batteriespeicher ist geplant. «Uns ist wichtig, offene Augen für neue Möglichkeiten zu haben», so Thomas Lüscher. Auch Themen wie die Elektrifizierung des Fuhrparks und der dafür nötige Netzanschluss beschäftigen das Unternehmen. Klar ist für ihn dabei: Jede Lösung muss am Ende wirtschaftlich tragfähig und sinnvoll sein. 

 

DIWISA gehört zu den ersten Unternehmen, die CKW Flex Solar nutzen, und zeigt damit einen Weg auf, der auch für viele andere Unternehmen und Landwirtschaftsbetriebe mit PV-Anlagen ab 150 kWp offensteht. Ein Traditionsunternehmen aus Willisau, das den Blick fürs Ganze bewahrt und dabei stetig grösser denkt: Das ist die eigentliche Geschichte hinter dieser Zusammenarbeit.