Was macht ein Netzelektriker?

Ein typischer Tag für den CKW-Lernenden Kay Bucher

Netzelektriker bauen und unterhalten Anlagen für den Transport und die Verteilung elektrischer Energie sowie für Kommunikationsnetze. Sie sind vor allem im Freien als Team unterwegs. Kay Bucher, angehender Netzelektriker bei CKW, gibt Einblicke in seinen Arbeitsalltag.  

Text: Debora Baumgartner / Video: Fabienne Fallegger / Erschien: August 2020 

 

Das vierköpfige Team trifft sich am Morgen zwischen 6 und 7 Uhr am CKW-Standort Reussbühl. Mit dabei: Kay Bucher, Lernender Netzelektriker bei CKW im ersten Lehrjahr. Sein Teamleiter und Ausbildner Roger Gwerder geht die Aufträge für den Tag durch. «Im Sommer starten wir gerne früh. So können wir Feierabend machen, bevor der Tag zu heiss wird», sagt er.

Kay Bucher bereitet die Montage des Glasfaserkabels vor.

Anlagen für Kommunikationsnetze gehören ebenfalls zu den Aufgaben von Netzelektrikern.

 

Als Erstes macht sich das Team auf den Weg, um ein Glasfaserkabel, auch Lichtwellenleiter genannt, zu montieren. «Diese Kabel sind sehr empfindlich. Deshalb werden sie mit Luftdruck in die Leitung geschossen und nicht wie andere Kabel gezogen», erklärt Kay, während er und seine Kollegen die Geräte vorbereiten. Nach der Montage bringt das Team das Material und den Anhänger mit dem Kabel zurück zum Werkhof und rüstet sich für die nächsten Schritte.  

Grosse Kabel

Zurück auf der Baustelle bereitet Kay die Kabel für den Anschluss an den Strom vor. «Für jedes Kabel haben wir zwei Schichten: das Hauptkabel und den Personenschutz. Diese kennzeichnen wir mit verschiedenen Farben», erzählt Key, während er die Schrumpfschläuche über die Kabel zieht. Die Arbeit mit grossen Kabeln hat ihm an seinem Beruf von Anfang an gefallen.

Kay kennzeichnet die Kabel mit den entsprechenden Farben.

Netzelektriker müssen sorgfältig und sicher arbeiten.

Ein vielseitiger Job

Komplikationen gab es an diesem Morgen keine. So hat das Team genug Zeit, um einen ruhigen Platz für das Mittagessen zu finden und anschliessend einen gepflegten Jass zu klopfen. Danach stehen Arbeiten im Büro an wie die Besprechung der Einsatzpläne, Materialbestellungen und die Arbeitszeiterfassung.

Kay montiert einen neuen Hausanschlusskasten

Kay beginnt erst mit der Arbeit, wenn kein Strom mehr auf der Leitung ist.

 

Für die nächste Baustelle braucht Kay einen Hausanschlusskasten, kurz HAK genannt. Es geht um ein Mehrfamilienhaus: «Wir haben hier ein Problem mit dem Strom, deshalb müssen wir den HAK ersetzen», erklärt er.  
Netzelektriker hantieren oft mit hohen Spannungen, ein Fehler kann lebensgefährlich sein. Um sich zu schützen, zieht Kay trotz des heissen Wetters eine besondere Schutzkleidung an. Mit seiner Arbeit beginnt er erst, als er ganz sicher ist, dass kein Strom mehr auf der Leitung ist. Nachdem er den neuen HAK montiert hat und das Haus wieder mit Strom versorgt ist, räumt das Team zusammen und geht in den Feierabend.

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