Das Wichtigste in Kürze
Ein Batteriespeicher speichert überschüssigen Solarstrom, damit Sie diesen zu einem späteren Zeitpunkt nutzen können. 10 kWh sind oft eine starke Basis, 20 kWh lohnen sich bei hohem Bedarf (zum Beispiel Wärmepumpe oder E-Auto). Entscheidend sind Verbrauch, PV-Leistung und Ihr Profil.
Zusätzliche hilfreiche Inhalte
Lohnt sich ein Stromspeicher für Ihr Zuhause?
Ein Batteriespeicher lohnt sich, wenn Sie Ihren Solarstrom nicht nur dann nutzen möchten, wenn die Sonne scheint, sondern zeitversetzt am Abend oder in der Nacht.
Ein Speicher ist besonders sinnvoll, wenn folgende Voraussetzungen eintreffen:
- Sie brauchen abends viel Strom (Kochen, Licht, TV, Haushaltsgeräte).
- Sie nutzen eine Wärmepumpe oder planen, eine einzubauen.
- Sie haben ein Elektroauto (oder möchten in Zukunft eines).
- Sie streben mehr Unabhängigkeit vom Strompreis an.
- Sie wollen weniger Strom einspeisen und mehr selbst nutzen.
So funktioniert ein Batteriespeicher mit Photovoltaik
Ein Batteriespeicher speichert überschüssigen Solarstrom, den Ihre Photovoltaikanlage tagsüber produziert, und stellt ihn später wieder zur Verfügung.
Im Alltag sieht das typischerweise so aus:
- Tagsüber: Die PV-Anlage deckt zuerst den aktuellen Bedarf im Haushalt. Überschüsse laden den Speicher.
Beispiel: Waschmaschine und Geschirrspüler laufen am Mittag. Der Reststrom lädt die Batterie. - Abends und nachts: Wenn die PV-Anlage wenig oder nichts produziert, versorgt der Speicher Ihren Haushalt.
Beispiel: Kochen, Licht, TV oder die Grundlast in der Nacht laufen dann zu einem Teil aus dem Speicher, statt aus dem Netz. - Bei wenig Sonne oder schlechtem Wetter: Der Speicher kann Spitzen abfedern, ersetzt aber keine dauerhafte Stromquelle.
Beispiel: An einem grauen Tag reicht der PV-Ertrag vielleicht nur für einen Teil. Der Speicher hilft, den vorhandenen Solarstrom gezielt dann zu nutzen, wenn er gebraucht wird. - Energiemanagement: Ein Energiemanagementsystem entscheidet laufend, ob Solarstrom direkt im Haushalt genutzt, im Speicher zwischengespeichert oder ins Netz eingespeist wird. Ziel ist meist: Eigenverbrauch maximieren und Netzbezug reduzieren sowie Autarkiegrad erhöhen.
Kann ich einen Batteriespeicher nachrüsten?
Ja, in den meisten Fällen lässt sich ein Speicher auch nachträglich in eine bestehende PV-Anlage integrieren. Entscheidend sind unter anderem Wechselrichter, Platz, elektrische Infrastruktur und Ihr Ziel (mehr Eigenverbrauch, Notstrom, E-Auto, Wärmepumpe).
Welche Speichergrösse passt zu Ihrem Verbrauch?
Die passende Speichergrösse hängt vor allem von drei Faktoren ab:
- Jahresverbrauch
- PV-Leistung
- Wann Sie Strom nutzen (tagsüber oder abends)
Als Faustregel gilt: Ein zu kleiner Speicher bringt weniger Eigenverbrauch. Ein zu grosser Speicher wird nicht immer sinnvoll genutzt.
10 kWh Batteriespeicher für einen typischen Haushalt
Ein 10-kWh-Speicher deckt in vielen Einfamilienhäusern die typischen Verbrauchszeiten ab, vor allem dann, wenn der Solarstrom am Abend und am Morgen genutzt wird.
Eine richtig dimensionierte PV-Anlage mit Optimierung und mit Speicher erhöht den Eigenverbrauch auf 50 bis 65 Prozent.
Typisch dafür sind:
- Ein normaler Haushaltsverbrauch
- Strombedarf am Abend und am Morgen
- Der Wunsch, mehr Solarstrom selbst zu nutzen statt einzuspeisen
Typische Nutzung: Abendspitzen (Kochen, Licht, Unterhaltung), Grundlast über Nacht, Morgenverbrauch.
20 kWh Batteriespeicher für Strombedarf, der hoch ist oder weiter steigt
Ein 20-kWh-Speicher lohnt sich, wenn Ihr Strombedarf deutlich höher ist als der Durchschnitt. Zum Beispiel durch eine Wärmepumpe oder das regelmässige Laden eines Elektroautos.
Typisch dafür sind:
- Hoher Stromverbrauch im Haushalt
- Wärmepumpe im Betrieb oder in Planung
- Elektroauto, das regelmässig zu Hause geladen wird
- Der Wunsch nach mehr Reserve für Abend/Nacht und Morgen
Batteriespeicher für Mehrfamilienhäuser
Das Vorgehen beim Mehrfamilienhaus ist grundsätzlich ähnlich wie beim Einfamilienhaus. Die Speichergrösse ändert sich entsprechend, je nachdem, wie viele Wohnungen im Gebäude sind und wie der Stromverbrauch aussieht. Je nach Anzahl Wohnungen kann mit einem Speicher von 20 kWh bis 40 kWh oder mehr gerechnet werden.
Was beim Mehrfamilienhaus speziell zu beachten ist, sind die Brandschutzvorschriften. Unter Umständen sind bauliche Massnahmen nötig, um die Vorschriften einzuhalten.
Wichtig: Die beste Grösse ist nicht «möglichst gross», sondern passend zu Ihrem Profil. Ein kurzer Check spart oft mehr als jede Schätzung.
Was kostet ein Stromspeicher und wovon hängt der Preis ab?
Ein Batteriespeicher für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit einer 10-kWp-PV-Anlage kostet rund 5'000 bis 8'000 Franken. In diesem Preis ist auch die Installation, die Inbetriebnahme, das TAG und alle weiteren Dienstleistungen für eine schlüsselfertige Anlage inbegriffen.
Die Investition in einen Speicher sollten Sie nicht nur über den Preis beurteilen, sondern auch über den Nutzen im Alltag: mehr Eigenverbrauch, weniger Netzbezug und mehr Planbarkeit. Die Kosten hängen vor allem von Kapazität, Systemtyp, Installation und Integration ab.
Typische Kostentreiber:
- Speicherkapazität (10 kWh oder 20 kWh)
- Installationsaufwand (elektrische Anpassungen, Platzbedarf)
- Optionen wie Notstrom (falls gewünscht und möglich)
Was wichtig ist: Ein Speicher rechnet sich in der Regel dann am besten, wenn er den Eigenverbrauch deutlich erhöht, also wenn Ihr Verbrauch zeitlich gut zu Ihrer PV-Produktion passt oder sich durch Speicher sinnvoll verschieben lässt.
Welche Batteriespeicher gibt es und worin unterscheiden sie sich?
Das Batteriespeicher-Sortiment von CKW ist vielfältig. Unser Hauptportfolio umfasst Speicher folgender Hersteller:
| BYD | Sunwoda | Fronius Reserva | sonnenBatterie | |
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| Vorteile |
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| Nachteile |
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Worin unterscheiden sich Batteriespeicher?
Bei Batteriespeichern spricht man von zwei Grundarten: AC-gekoppelte oder DC-gekoppelte Geräte.
AC-gekoppelte Batteriespeicher
Der Batteriespeicher besitzt einen eigenen Wechselrichter und muss an der Hauptverteilung angeschlossen werden. AC-gekoppelte Batteriespeicher sind nötig, wenn die Batterie nicht direkt am Wechselrichter angeschlossen werden kann.
Sie sind teurer in der Anschaffung und aufwändiger zu installieren.
DC-gekoppelte Batteriespeicher
Der Batteriespeicher wird an einen sogenannten Hybrid-Wechselrichter angeschlossen. Dieser ist in der Lage, den Strom, den die PV-Module produzieren, zu verarbeiten und gleichzeitig den Speicher zu bewirtschaften.
DC-Systeme sind günstiger und einfacher zu installieren als AC-Systeme. Voraussetzung ist jedoch, dass die Batterie am Wechselrichter angeschlossen werden kann.
Ist bei einer bestehenden Anlage ein Wechselrichter installiert, der nicht hybrid-fähig ist, kann es je nach Alter des Wechselrichters auch sinnvoll sein, diesen durch einen Hybrid-Wechselrichter zu ersetzen.
Häufige Fragen
Ein Speicher ist sinnvoll, wenn Sie Ihren Solarstrom auch dann nutzen möchten, wenn die PV-Anlage wenig oder nichts produziert, vor allem abends, nachts und morgens oder bei schlechtem Wetter. Besonders lohnt er sich bei hohem Abendverbrauch, Wärmepumpe oder E-Auto.
Für viele Einfamilienhäuser ist ein Speicher im Bereich um 10 kWh ein guter Startpunkt. Bei hohem Verbrauch, Wärmepumpe oder E-Auto kann 20 kWh sinnvoll sein. Die beste Grösse ergibt sich aus Verbrauch, PV-Leistung und Eigenverbrauchsgrad.
Ja, oft ist eine Nachrüstung möglich. Ob es bei Ihrer Anlage sinnvoll und technisch ideal ist, hängt von Wechselrichter, Platz, Anschluss und Ihrem Verbrauchsprofil ab.
Förderungen sind kantonal oder kommunal unterschiedlich geregelt und ändern sich mit der Zeit. Prüfen Sie lokale Programme und lassen Sie sich zur passenden Vorgehensweise beraten.
Die Amortisation hängt davon ab, wie stark der Speicher Ihren Eigenverbrauch erhöht, wie sich Ihr Strompreis entwickelt und wie Ihr Verbrauch über den Tag verteilt ist. Sie ist also stark objektabhängig und muss jeweils im Einzelfall beurteilt werden. Eine realistische Einschätzung ergibt sich aus einer Projektbetrachtung statt aus einer Pauschalzahl.