Das Wichtigste in Kürze
Eine Wallbox ist eine günstige und effiziente Ladelösung für zu Hause. Die Installation ist simpel, Anschaffung und Betrieb bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wohnen Sie im Einfamilienhaus, macht eine Wallbox Ihr E-Auto günstiger und komfortabler.
Zusätzliche hilfreiche Inhalte
Das Elektroauto an der Ladestation zu Hause aufladen
Wenn Sie zu Hause Ihr E-Auto mit Strom betanken wollen, ist die sinnvollste Lösung eine private Ladestation beziehungsweise Wallbox für Ihr Einfamilienhaus.
So eine Wallbox lässt sich im Innen- als auch im Aussenbereich des Hauses installieren und eignet sich damit für die Garage wie für Aussenparkplätze gleichermassen. Sie wird dabei an einen bestehenden separaten Stromkreislauf angeschlossen. Dadurch kann die Wallbox mit erhöhten Ladeleistungen von 11 bis 22 Kilowatt arbeiten. Als Aufladeverbindung dient ein Ladekabel, in der Regel mit dem in Europa üblichen Typ-2-Stecker. So laden Sie Ihr Elektroauto bequem über Nacht, bei Bedarf auch schnell am Tag auf.
Das müssen Sie vor dem Kauf einer Wallbox wissen
Ist Aufladen gleich Aufladen? Das gilt beim Thema Elektroauto mitnichten. Denn wie schnell, effizient und ressourcensparend ein E-Auto zu «betanken» ist, hängt unter anderem von der Wahl des Ladesystems ab.
Für zu Hause ist eine Wechselstrom-Wallbox (AC) derzeit die gängigste und sinnvollste Ladeoption. Über Nacht kann ein Elektroauto an einer Wallbox mit 11 kW Leistung sicher und zuverlässig vollgeladen werden. Es gibt auch Wallboxen mit 22 kW Leistung. Diese sind aber in der Schweiz bisher wenig verbreitet, da oftmals die elektrische Zuleitung nur 11 kW Ladeleistung erlaubt. Mehr Details zu verschiedenen Arten von Ladestationen lesen Sie hier.
| Ladeweise | Steckdose | 11 kW AC | 50 kW DC | Schnelllader 250 kW DC |
|---|---|---|---|---|
| Akku mit 50 kWh / Ladung 15–80% | 8 Stunden für 300 km | ca. 4.30 Stunden für 300 km | 1.50 Stunden für 300 km | 25 Minuten für 300 km |
E-Auto-Akkus sollte man nicht auf 100 Prozent aufladen. Lithium-Ionen-Batterien können ihre volle Leistung im Ladebereich zwischen 15 und 80 Prozent abrufen. Daher ist bei allen Typen von Ladestationen häufig die Ladedauer in diesem Bereich angegeben.
Schnellladestationen im öffentlichen Raum
Schnellladestationen eignen sich hingegen sehr gut für eine Aufladung unterwegs – beispielsweise an Autobahnraststätten, Shoppingcentern, Tankstellen oder öffentlichen Gebäuden. Sie leisten üblicherweise zwischen 50 und 150 kW aus Gleichstrom (DC). Als Ladestation für zu Hause eignen sie sich nicht, da sie sehr kostspielig und für den Heimgebrauch meistens überdimensioniert sind.
Technische Voraussetzungen für die Installation zu Hause
Speziell bei 22-kW-Ladestationen sollten Sie beachten, dass der Leitungsquerschnitt ausreichend dimensioniert ist. Falls nicht, muss bei der Installation eine neue Leitung verlegt werden.
Für Ladestationen bis 11 kW gilt eine Meldepflicht beim Netzbetreiber. Ab 22 kW muss vor der Installation mittels eines technischen Anschlussgesuches (TAG) die Genehmigung des Netzbetreibers eingeholt werden.
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CKW berät Sie zu allen technischen, rechtlichen und finanziellen Aspekten der Ladestationen. Wir unterstützen Sie auch beim technischen Anschlussgesuch und bei der Antragstellung für Fördermittel.
| Wallbox | Technische Voraussetzungen | Rechtliche Voraussetzungen |
|---|---|---|
| 11 kW |
| Anmeldung beim Netzbetreiber erforderlich |
| 22 kW |
| Vorab-Bewilligung durch den Netzbetreiber zwingend erforderlich (nicht nur Anmeldung) |
Zugriffskontrolle
Ist Ihre Wallbox in Ihrer eigenen Garage oder in einem anderen Innenbereich installiert, ist üblicherweise keine weitere Zugangskontrolle nötig. Hängt die Ladestation beispielsweise an der Hausaussenwand, sollten nicht einfach alle daran tanken können. Der Zugriff lässt sich beispielsweise durch RFID-Karten, Schlüssel oder auch per Smartphone-App steuern.
Anfangsinvestition und laufende Kosten
Für die Anschaffung und Installation einer Wallbox im Einfamilienhaus sollten Sie zwischen 2’500 und 5’000 Franken einplanen – je nach individuellen Vorstellungen und baulichen Massnahmen.
Eine Fachperson sollte das Ladesystem installieren und ein technisches Anschlussgesuch sowie eine Installationsanzeige beim lokalen Stromanbieter einreichen. Dabei kommt es immer auf den Aufwand bei der Elektroinstallation an, ob zum Beispiel Mauerdurchbrüche nötig sind oder notwendige Arbeiten im Erdreich anfallen.
Wir empfehlen die professionelle Installation der Ladestation durch einen spezialisierten Anbieter für E-Mobilität, damit alles bis hin zur Inbetriebnahme reibungslos läuft.
| Massnahmen | Preise |
|---|---|
| Reine Wallbox Kosten | 500 - 2’500 Franken |
| Installation | 1’500–3’000 Franken |
Bei den Kosten für eine Wallbox sollten Sie auch verfügbare Fördermittel miteinbeziehen, die ausgewählte Kantone und Gemeinden mittlerweile anbieten. Sie bewegen sich meist zwischen rund 250 und 3’000 Franken pro erschlossenem Ladepunkt und können das initiale Investment deutlich senken.
Laufende Kosten von Ladestationen
Auf lange Sicht betrachtet sind die laufenden Kosten fast wichtiger als die reine Anschaffung. Ein durchschnittliches Elektroauto wird im Jahr ca. 200-mal aufgeladen – da werden die Stromkosten wichtig. In der Schweiz sind die Preise einer Kilowattstunde von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich.
Durchschnittlich lag der Strompreis für Privatverbraucherinnen und -verbraucher in der Zentralschweiz bei rund 29 Rappen/kWh (Quelle: VSE, Stand Januar 2025). Genaue Preise für Ihre Region entnehmen Sie unserer Strompreisliste.
| Aufladung | Skoda Enyaq 60 | BMW i3 | Renault 4 E-TECH |
|---|---|---|---|
| Akkukapazität und maximale Reichweite | 77 kWh Ca. 520 km | 42 kWh Ca. 300 km | 52 kWh Ca. 400 km |
| Durchschnittliche Kosten für eine «Tankfüllung» | 22.30 CHF | 12.20 CHF | 15.10 CHF |
| Schnellstmögliche Ladezeit auf 100% | ca. 06.30 h (max. 11 kW) | ca. 4 h (max. 11 kW) | ca. 4.30 h (max. 11 kW) |
Neben den Stromkosten für die tatsächlichen Ladevorgänge können auch noch weitere laufende Kosten anfallen. Für die Elektroinstallation und die Ladestation selbst fallen Wartungskosten an. Auch eventuelle Software muss up to date gehalten werden – für Apps, Abrechnungslösungen und mehr können Nutzungsgebühren anfallen. All dies hat Einfluss auf die laufenden Kosten und damit auch auf die Amortisation der Wallbox. Alle Details zu initialen und laufenden Kosten von Ladestationen finden Sie auf unserer zugehörigen Themenseite.
Günstiger tanken mit eigenem Solarstrom
Wir empfehlen, neben der Installation einer Ladestation die Installation einer Photovoltaikanlage. Eine kombinierte Nutzung beider Anlagen erhöht den Eigenverbrauch der PV-Anlage. So steigert man die Wirtschaftlichkeit seiner Anlagen.
So läuft die Installation einer Ladestation bei Ihnen zu Hause ab
Ihr Weg zur eigenen Wallbox beginnt bei einer erfahrenen Anbieterin für Ladestationen wie CKW. Profitieren Sie von unserem Pauschalangebot für Ihre Wallbox im Eigenheim. Danach geht es wie folgt weiter:
| Projektphase | So unterstützen wir Sie |
|---|---|
| Beratung und Angebot |
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| Planung und Realisierung |
|
| Betrieb der Ladeinfrastruktur (wenn Service-/Wartungsvertrag) |
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Die Installation der Wallbox nimmt in der Regel nur wenige Stunden in Anspruch – unter der Voraussetzung, dass der nötige Netzanschluss schon vorhanden ist und die Kabel leicht erreichbar sind.
Häufige Fragen
Grundsätzlich kann man das eigene E-Auto auch an einer einfachen Steckdose laden. Das dauert im Schnitt jedoch mehr als zehn Stunden. Ausserdem führt es zu hoher Wärmeentwicklung an der Steckdose, da diese nicht für eine hohe Dauerlast ausgelegt ist. Im Extremfall kann es zu Schäden oder Stromausfällen kommen. Deutlich sicherer und schneller sind Wallboxen, die auf die nötige hohe Dauerladeleistung ausgelegt sind.
DC-Wallboxen stellen hohe Anforderungen an die Hausinstallation und den Netzanschluss. In der Regel ist der private Hausanschluss nicht für solche Leistungen ausgelegt. Für eine Schnellladestation mit beispielsweise 150 kW wären Netzverstärkungen, separate Transformatoren und spezielle Schutztechnik nötig. Auch die Anforderungen an Kühlung, Sicherheit und bauliche Gegebenheiten steigen. Das erhöht die Installationskosten um mindestens mehrere tausend Franken und ist für die meisten Anwendungsbereiche in Einfamilienhäusern unnötig.
Intelligente Steuerungen messen laufend den Gesamtverbrauch im Haus und passen die Ladeleistung der einzelnen Fahrzeuge automatisch an. Moderne Ladestationen haben Software im Hintergrund, die das Lastmanagement zwischen mehreren Fahrzeugen, anderen Verbrauchern und dem verfügbaren Strom verwaltet. Apps wie die CKW Smart Charging App verbinden E-Autos diverser Hersteller sowie Smart-Home-Systeme und sogar Solaranlagen. In einem zentralen Strom-Ökosystem kümmern sie sich automatisiert darum, dass nichts davon zu viel oder zu wenig Strom abbekommt.
Die Kombination von Vehicle-to-Home (V2H) und Photovoltaik erhöht den Eigenverbrauch deutlich, weil das Elektroauto als Zwischenspeicher für Solarstrom dient. Überschüsse werden gespeichert und bei Bedarf ins Hausnetz zurückgespeist. Das reduziert die Netzbelastung und stärkt die Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz. Gleichzeitig trägt diese Lösung zur Netzstabilität bei, da Lastspitzen mithilfe des verbundenen E-Autos als Puffer abgefedert werden können. Mehr zum Thema bidirektionales Laden finden Sie hier.