Vergleich von Wärmepumpen
12. Juni 2026
Wärmepumpen sind effiziente und nachhaltige Geräte zum Heizen. Je nach Art, Lage und Umgebung des Gebäudes eignen sich dafür jedoch unterschiedliche Typen. Erfahren Sie mehr zum Thema Wärmepumpenvergleich anhand von zwei Beispielen von CKW Kundinnen und Kunden.
Erdsonden-Wärmepumpe bei Familie Zago
Der Innovationsgeist hat bei den Zagos sozusagen Familientradition: Als die Grossvater Zago Ende der 1970er-Jahre im zürcherischen Bubikon ein 14-Familien-Haus baute, entschied er sich, es nicht mit den zu dieser Zeit verbreiteten Energieträgern Öl oder Gas zu beheizen.
Stattdessen wählte er eine Elektrospeicherheizung, die damals eine fortschrittliche, fossilfreie Lösung war. Heute wird diese Technologie nicht mehr verbaut, da sie sehr viel Strom verbraucht. Stattdessen kommen Wärmepumpen zum Einsatz. Sie brauchen viel weniger Strom, weil sie einen grossen Teil der Wärme aus der Umgebung beziehen.
Fünf Bohrungen für eine nachhaltige Lösung
Daniele Zago, Enkel und heutiger Besitzer des Hauses, hat sich beim Ersatz der alten Elektrospeicherheizung für eine Wärmepumpe entschieden. Genauer: für eine Erdsondenwärmepumpe. (auch Sole-Wasser-Wärmepumpe oder Erdwärmepumpe genannt) «Insgesamt fünf Bohrungen waren dafür nötig», erzählt Daniele Zago. Ein teures Unterfangen. Zum Vergleich: Ein Gasanschluss wäre bei der Investition ungefähr dreimal günstiger gekommen.
Langfristig rechnet sich die Investition in die Erdsonde
Trotzdem favorisierte die Familie Zago die Wärmepumpe von CKW. «Bei der Evaluation betrachteten wir das Heizsystem über seine gesamte Lebensdauer, also über 30 bis 40 Jahre», so Daniele Zago. Langfristig rechnet sich die Investition. Denn eine Sole-Wasser-Wärmepumpe benötigt nur wenig Wartung und keinen Rohstoff wie Gas oder Öl. Auch der Nachhaltigkeitsgedanke gab einen Ausschlag für den Entscheid. «Wir tun uns damit letztendlich alle einen Gefallen.»
Was ist eine Sole-Wasser-Wärmepumpe?
Die Sole-Wasser-Wärmepumpe entnimmt in einem geschlossenen Sondenkreislauf Wärmeenergie aus dem Erdboden. Aufgrund konstanter Temperaturen von 14 bis 16 Grad im Erdreich zeichnet sich diese Lösung durch eine hohe Effizienz an kalten Wintertagen und einen tiefen Jahresverbrauch an elektrischer Energie aus. Im Sommer kann dieser Typ auch zur Kühlung von Räumen genutzt werden.
Luft-Wasser-Wärmepumpe bei Familie Schöpfer
Beim Einfamilienhaus von Heinz und Scholastika Schöpfer in Escholzmatt war eine Bohrung für eine Erdsonde nicht erlaubt. Im Haus aus den 1990er-Jahren ersetzten die beiden daher ihre Ölheizung mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe in Kombination mit einer Solaranlage.
Kombination mit Photovoltaik spart Kosten
«Der Kellerraum mit den zwei vorhandenen Lichtschächten eignet sich perfekt für eine im Innern aufgestellte Wärmepumpe», sagt Heinz Schöpfer. «So konnten wir auf das Aussengerät verzichten und alles im bestehenden Heizungsraum unterbringen.» Um die Betriebskosten des Gebäudes weiter zu senken, produziert die Photovoltaikanlage den Strom für Haushalt und Wärmepumpe zu einem grossen Teil selbst. So optimieren die Schöpfers den Eigenverbrauch und reduzieren ihre Kosten.
Was ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (Innenaufstellung)?
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe entnimmt die Wärmeenergie der Umgebungsluft und wird im Gebäude aufgestellt. Der Ein- und der Austritt der Luft wird via Lichtschacht realisiert. Diese Variante zeichnet sich dadurch aus, dass sie von aussen nicht sichtbar ist. Die Installation ist allerdings aufwendiger.
Was ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (Aussenaufstellung)?
Die aussen aufgestellte Luft-Wasser-Wärmepumpe entnimmt die Wärmeenergie der Umgebungsluft und ist eine beliebte Variante bei Sanierungen. Diese Lösung zeichnet sich nebst tiefen Investitionskosten und einer einfachen Installation auch durch den Platzgewinn im Keller aus.
Vergleich Wärmepumpentypen
Erdsonden- und Luft-Wasser-Wärmepumpen funktionieren nach dem gleichen Prinzip: Sie nehmen Wärme aus der Umgebung auf und wandeln sie in Heizenergie um. Der Unterschied liegt in der Wärmequelle. Erdsondenwärmepumpen nutzen die Temperatur des Erdreichs, während Luft-Wasser-Wärmepumpen Energie aus der Luft gewinnen. Erdsondenwärmepumpen arbeiten das ganze Jahr über effizient, da die Bodentemperatur konstant bleibt. Luft-Wasser-Wärmepumpen sind hingegen von schwankenden Aussentemperaturen abhängig, was ihre Effizienz beeinflusst.
Erdsondenwärmepumpen sind in Leistung und Effizienz zwar stabiler, erfordern jedoch eine teure Tiefenbohrung, was die Anfangskosten erhöht. Luft-Wasser-Wärmepumpen sind günstiger in der Anschaffung, verursachen aber oft höhere Betriebskosten.
Kosten einer Wärmepumpe
Interessieren Sie sich für die Kosten einer Wärmepumpe? Wir zeigen Ihnen die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Wärmepumpentypen und informieren Sie über das Thema Fördermöglichkeiten.
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