Das Wichtigste in Kürze
Von der einzelnen Wallbox bis zum vollständigen Ladepark – mit einer skalierbaren Ladelösung für Unternehmen elektrifizieren Sie erfolgreich Ihre Firmenflotte. Fördermittel federn die Investition ab, Lastmanagement und flexible Abrechnungssysteme machen den laufenden Betrieb komfortabel, effizient und wirtschaftlich.
Zusätzliche hilfreiche Inhalte
Ladelösungen für Unternehmen – Flottenelektrifizierung für Ihre Firma
Eine wirtschaftliche, zukunftssichere Ladeinfrastruktur für Ihre Firmenflotte macht Ihr Unternehmen nicht nur attraktiver in einer modernen Arbeitswelt. Sie senken auch Ihre CO2-Emissionen und fahren langfristig günstiger und umweltfreundlicher. Für eine individuelle Ladelösung müssen die technischen und wirtschaftlichen Grundlagen gründlich geprüft und abgestimmt werden.
Wallboxen, Ladesäulen und andere Ladestationen sind der Kern der Infrastruktur. Je nachdem, welche Fahrzeugtypen Sie in Ihrer Unternehmensflotte haben, können unterschiedliche Varianten sinnvoll sein:
- Wallboxen
- Ladesäulen
- Schnellladestationen
Für Elektroautos sind Wallboxen und Ladesäulen meist ausreichend. Für grössere Fahrzeuge wie Elektrobusse oder eine Flotte von E-LKW können auch Schnellladesäulen oder individuelle Ladelösungen das Richtige sein.
Im Hintergrund stehen weitere wichtige Komponenten – darunter die zugehörigen Netzanschlüsse und die passenden Softwarelösungen für Nutzeridentifikation, Lastmanagement und Abrechnung.
Ladeinfrastruktur im Unternehmen ganzheitlich planen und installieren
Als Anbieterin von Ladelösungen für Unternehmen haben wir eine Erfahrung immer wieder gemacht: Eine ganzheitliche Betrachtung und strategische Arealentwicklung ist langfristig immer wirtschaftlicher und ökologischer als eine isolierte Planung von Ladeinfrastruktur.
Ladelösungen und Flottenelektrifizierung sind für jedes Unternehmen individuell und hängen stets von einzigartigen Anforderungen ab. Sind nur PKW zu laden oder auch grössere Fahrzeuge wie E-LKW? Ist eine Solaranlage Teil der Rechnung? Werden die Ladevorgänge vom Unternehmen bezahlt oder muss man sie auf die jeweiligen Mitarbeitenden umlegen und abrechnen? Diese und weitere Fragen sollte man sich früh stellen und beantworten.
Ein paar einfache Wallboxen und deren Benutzung sind wahrscheinlich schnell in die Unternehmensprozesse integriert. Für ein Logistikunternehmen mit E-Bussen oder elektrischen LKW ist hingegen das Sammeln von Erfahrungswerten enorm wichtig für die spätere Planung von Routen und notwendigen Ladestationen.
Eine Skalierung für wachsende Flotten und höhere Ladeleistungen ist problemlos möglich und wirtschaftlich attraktiv. Eine intelligente Arealentwicklung, die Ladeinfrastruktur von vornherein oder später im Betrieb mit selbst produziertem Solarstrom und Batteriespeichern kombiniert, eröffnet hier ganz neue Möglichkeiten. Solch modulare Lösungen lassen sich später erweitern, ohne bereits bestehende Infrastruktur zu beeinträchtigen.
Technische und rechtliche Voraussetzungen
Vor der Installation von Ladeinfrastruktur ist eine Prüfung der vorhandenen Elektroinstallation notwendig. Der Hauptanschluss muss ausreichend Leistung mitbringen. Alle Ladelösungen müssen ausserdem den aktuellen Sicherheitsnormen entsprechen. Dazu gehören Fehlerstromschutz sowie Überspannungsschutz und ein Sicherheitsnachweis (SiNa). Die Installation darf nur durch zertifizierte Elektrofachkräfte erfolgen. Wir empfehlen auch eine regelmässige Wartung der Ladeinfrastruktur.
Im Vorfeld müssen Ladelösungen immer beim jeweiligen Netzbetreiber angemeldet werden. Während für eine einfache Wallbox mit 11 kW Ladeleistung meist eine Meldung und Installationsanzeige ausreicht, ist für leistungsstärkere Ladeinfrastruktur eine Genehmigung notwendig. Ein sogenanntes technisches Anschlussgesuch (TAG) muss man mit genügend Vorlaufzeit einreichen, bevor mit Bauarbeiten begonnen werden kann.
Abrechnung und Nutzerverwaltung in Firmenumgebungen
Abrechnungssoftware ist im Unternehmenskontext unabdingbar. Innerhalb einer Abrechnungslösung können Nutzergruppen individuelle Abrechnungsvarianten haben:
- Mitarbeitende identifizieren sich per Ladekarte oder App, die Abrechnung erfolgt automatisch.
- Flottenfahrzeuge werden direkt den jeweiligen Kostenstellen zugeordnet.
- Besucherinnen und Besucher nutzen öffentlich zugängliche Ladestationen – und laden via QR-Code oder öffentlicher Ladekarte, der Preis ist individuell festlegbar.
- Die Abrechnung erfolgt so stets verursachergerecht und vollautomatisch, was den administrativen Aufwand minimiert und für Transparenz sorgt.
Lastmanagement in Unternehmen – wie funktioniert es und warum ist es wichtig?
Ein Lastmanagement verteilt die verfügbare Strommenge auf die verbundenen Ladestationen. Moderne, dynamische Systeme behalten dabei nicht nur die Ladeinfrastruktur im Auge. Sie beziehen den gesamten Stromverbrauch im Unternehmensgebäude mit ein und reagieren in Echtzeit auf den sich ändernden Strombezug. Auch PV-Anlagen und Stromspeicher – sofern vorhanden – lassen sich in das Energiemanagementsystem integrieren.
Welche Ladelösung ist die richtige für Ihr Unternehmen?
Die Auswahl der passenden Ladelösung hängt von mehreren Faktoren ab: Anzahl und Art der zu ladenden Fahrzeuge, verfügbare Parkplätze, vorhandene Stromanschlüsse und die Nutzergruppen (z.B. Mitarbeitende, Gäste, Flottenfahrzeuge). Entscheidend ist auch, wie viele Fahrzeuge gleichzeitig und wie schnell diese geladen werden müssen.
Für die meisten Firmenfahrzeuge sind AC-Ladestationen mit 11 kW ausreichend. Sie ermöglichen das Laden über Nacht oder während der Arbeitszeit. Für Transporter, E-LKW und andere Fahrzeuge mit hoher Tageskilometerleistung empfiehlt sich der Einsatz von DC-Schnellladestationen. Sie bieten eine höhere Leistung von 50 kW bis zu 400 kW.
- Wallboxen (AC): ideal für Firmenfahrzeuge oder E-Autos von Mitarbeitenden auf dem Unternehmensparkplatz oder in einer Garage oder einem Parkhaus. Platzsparend, kostengünstig, Ladeleistungen von 11 bis 22 kW.
- Ladesäulen (AC/DC): geeignet für mehrere Ladepunkte oder öffentlich zugängliche Bereiche, üblicherweise auf Aussenparkplätzen. Bieten zwei oder mehr Ladepunkte pro Säule; fest im Boden verbaut.
- Schnellladestationen (DC): für Flotten mit hohem Ladebedarf oder Nutzfahrzeuge wie E-LKW, die schnell wieder einsatzbereit sein müssen. Wird auf Aussenparkplätzen im Boden verankert, hat immer fix verbaute Ladekabel.
Was ist der Unterschied zwischen Wallboxen und Ladesäulen?
Wallboxen installiert man an Wänden oder auf Stelen. Sie sind ideal für kleinere Flotten oder Einzelparkplätze. Damit eignen sie sich in erster Linie für langsamere Ladevorgänge und kleinere Akkus.
Ladesäulen sind hingegen freistehend, bieten oft mehrere Ladepunkte und sind für grössere Parkflächen oder öffentlich zugängliche Ladeplätze konzipiert. Wir empfehlen sie für eine höhere Ladeleistung und kürzere Ladezyklen. Auch Schnellladelösungen kommen üblicherweise in Säulenform daher. Sie eignen sich auch für Fahrzeuge mit grösseren Akkus, die schnell geladen werden müssen.
Beide Varianten sind mit intelligentem Lastmanagement und Abrechnungssystemen kombinierbar. Je nach Grösse und Bedarf des Unternehmens kann eine Kombination aus verschiedenen Ladelösungen sinnvoll sein. Beispielsweise: Mitarbeitende laden ihre E-Autos an Wallboxen, während Transporter und E-LKW an Schnellladesäulen tanken.
Ihr Weg zur Ladelösung im Unternehmen
Die Elektrifizierung einer Fahrzeugflotte ist eng verbunden mit der Unternehmensstrategie. In diesem Prozess müssen Annahmen über die Entwicklung der Anschaffungs- und Betriebskosten verschiedener Antriebstechnologien getroffen werden, zum Beispiel über die Entwicklung der Strompreise ebenso wie über die Entwicklung von Treibstoffen aus fossilen Quellen.
Die Entscheidung für oder gegen die Elektrifizierung muss nicht absolut getroffen werden. In der Praxis werden Fahrzeugflotten oft auch schrittweise umgestellt, zum Beispiel gestaffelt nach Standort oder Fahrzeugkategorie.
Aus unserer langjährigen Erfahrung als Anbieterin für Ladeinfrastruktur hat sich folgender Prozess etabliert:
In dieser Phase werden nur wenige Fahrzeuge elektrifiziert, die gemietet oder geleast werden können. Die Fahrzeuge werden mit einfachen Ladesystemen geladen und sind nicht vollständig in die Flottenplanung integriert.
Die Elektrifizierungsstrategie wird in Einklang mit der Unternehmensstrategie gebracht. Wichtig ist die Sicherstellung der Lademöglichkeit und die Energie- und Leistungsbeschaffung. Anlagen können erweiterbar geplant werden, um Kosten und Risiken zu verteilen und zu reduzieren. Einer Installation gehen immer eine umfangreiche Beratung und Konzeption voraus. Diese berücksichtigen alle wichtigen Faktoren hinsichtlich des Arealnetzausbaus, des Lastmanagements und Abklärungen zum Netzanschluss.
Auch die nötigen Genehmigungen werden eingeplant und eingeholt. Ladestationen müssen stets beim zuständigen Netzbetreiber angemeldet werden. Der Genehmigungsprozess kann dauern – daher sollte mit der Planung und Konzeption früh begonnen werden.
In dieser Phase findet die Detailplanung der Elektrifizierungsstrategie statt. Die Umstellung der Standorte wird Schritt für Schritt geplant. Die Anlagen sollten möglichst einheitlich realisiert werden, um den Aufwand für Betrieb und Instandhaltung zu minimieren.
Zuerst werden nötige Tiefbauarbeiten und Kabelarbeiten für den Arealnetzbau ausgeführt, erst dann erfolgen die eigentliche Installation der Ladestation und die Inbetriebnahme des Systems.
Ein zentraler und wichtiger Treiber für eine erfolgreiche Flottenelektrifizierung ist, von Anfang an die Mitarbeitenden mit einzubeziehen. Mit Schulungen zu Hardware und Software sowie begleitender Einarbeitung in die neuen Abläufe sind alle Beteiligten schnell auf die Umstellung auf Elektrofahrzeuge vorbereitet.
Der Einsatz von leistungsstarker Software ist für einen reibungslosen Betrieb unabdingbar – für Lastmanagement, Wartungszyklen, Auslastungsmonitoring und korrekte Abrechnung. Hinzu kommt professionell geschultes Personal, das regelmässig beispielsweise bei Software-Updates und Hardware-Änderungen entsprechend weitergebildet wird.
Oft werden Anlagen über die Jahre schrittweise erweitert oder ein Areal vergrössert, wodurch die Anforderungen an Sicherheit und Wartung kontinuierlich steigen. Besonders grosse Strommengen und eine intensive Nutzung der Ladestationen sind im Unterhalt nicht zu unterschätzen. Wir empfehlen daher für Schulungen, regelmässige Wartung und smarte Abrechnungslösungen eine erfahrene Anbieterin wie CKW zu engagieren.
Ein Service- und Wartungsvertrag stellt eine hohe Verfügbarkeit der Ladeinfrastruktur im laufenden Betrieb sicher und gewährleistet die erbrachten Installationsarbeiten.
Kostentreiber für Ladelösungen im Unternehmen
Die Kosten für eine Ladeinfrastruktur im Unternehmen hängen massgeblich von den individuellen Anforderungen und vorhandenen Gegebenheiten ab. Typische Kostentreiber sind:
- Tiefbauarbeiten
- Ladeleistung beziehungsweise braucht es nur AC-Ladestationen oder braucht es auch teurere Schnellladestationen
- Erhöhung der Netzanschlussleistung
- Installation von elektrischen Leitungen
Einen Einfluss auf die Kosten hat auch, ob das Unternehmen eigene Betriebselektrikerinnen und Betriebselektriker beschäftigt. Sie können viele der anfallenden Arbeiten selbst erledigen. Fehlen diese, müssen Elektroarbeiten durch einen externen Dienstleister erbracht werden.
Laufende Kosten von Ladestationen
Auf lange Sicht betrachtet sind besonders die laufenden Kosten wichtig. Im Zentrum stehen die Stromkosten, die man für jeden Ladevorgang bezahlt. Unternehmen, die mehr als 100’000 kWh pro Jahr beziehen, können Ihren Strom auf dem freien Markt einkaufen. Erfahren Sie mehr zum Thema Strombeschaffung für Marktkunden.
Lastmanagement- und Energiemanagementsysteme können Nutzungsgebühren beinhalten. Ebenso Apps zu Nutzeridentifikation und Abrechnungs- sowie Überwachungslösungen. Die Elektroinstallation und die Ladestationen müssen regelmässig gewartet werden. All dies hat Einfluss auf die laufenden Kosten Ihrer Ladelösung im Unternehmen.
Kosten sparen mit Fördermitteln, Solarstrom und Co.
In der Schweiz gibt es verschiedene Förderprogramme auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene für die Installation von Ladeinfrastruktur. CKW informiert Sie über aktuelle Fördermöglichkeiten und unterstützt Sie bei der Antragstellung.
Durch die Kombination von Fördermitteln, intelligentem Lastmanagement und bedarfsgerechter Planung lassen sich die Investitions- und Betriebskosten deutlich senken. Im laufenden Betrieb kann beispielsweise die Kombination mit einer Solaranlage zu weiteren Vergünstigungen führen. Durch Überschussladen mit Solarstrom vom Firmendach erhöht man den Eigenverbrauch einer PV-Anlage substanziell.
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Häufige Fragen
Die optimale Gestaltung der Ladeinfrastruktur für eine gemischte Firmenflotte beginnt mit einer sorgfältigen Bedarfsanalyse: Welche Fahrzeugtypen sind im Einsatz, wie hoch ist ihr Ladebedarf und wann werden sie typischerweise geladen? Technisch sinnvoll sind AC-Ladestationen (Wallboxen/Ladesäulen mit 11 oder 22 kW) für Mitarbeitende, Gäste und Poolfahrzeuge. Für Fahrzeuge mit hohem Ladebedarf oder kurzen Standzeiten (z.B. Elektrotransporter, E-LKW) sind DC-Schnellladestationen sinnvoll. Organisatorisch ist ein flexibles Nutzer- und Abrechnungssystem wichtig, das unterschiedliche Nutzergruppen abbildet.
Dynamisches Lastmanagement ist der Schlüssel zur effizienten und sicheren Skalierung der Ladeinfrastruktur. Es sorgt dafür, dass die verfügbare elektrische Leistung optimal auf alle Ladepunkte verteilt wird, und verhindert so Netzüberlastungen oder teure Erweiterungen des Hausanschlusses. Besonders bei mehreren gleichzeitig ladenden Fahrzeugen sorgt das Lastmanagement dafür, dass alle Fahrzeuge zuverlässig geladen werden, ohne die Betriebssicherheit zu gefährden Ab drei Ladepunkten sollte man ein Lastmanagementsystem einsetzen.
Die Vernetzung von Ladesäulen mit betrieblichem Energiemanagement, Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern ermöglicht es Unternehmen, den Eigenverbrauch zu maximieren und die Stromkosten zu senken. Überschüssiger Solarstrom kann direkt für das Laden der Fahrzeuge genutzt oder in Batteriespeichern zwischengespeichert werden, um Lastspitzen zu vermeiden.
Ein intelligentes Lastmanagementsystem steuert dabei, wann und wie viel Energie an die Ladesäulen abgegeben wird – abhängig vom aktuellen Ladebedarf der Fahrzeuge, von Netzkapazität und PV-Erzeugung.
Eine intelligente Nutzer- und Zugriffsverwaltung ist essenziell für einen wirtschaftlichen und sicheren Betrieb der Ladeinfrastruktur. Mitarbeitende können sich per RFID-Karte oder App an der Ladesäule authentifizieren, wodurch die Ladevorgänge eindeutig zugeordnet und abgerechnet werden. Für externe Besucherinnen und Besucher bieten sich QR-Code-Lösungen oder öffentliche Ladekarten an, mit denen der Ladevorgang ebenfalls einfach freigeschaltet und abgerechnet werden kann.