Das Wichtigste in Kürze
Für 50 m² Dachfläche und 10 kWp Solaranlagenleistung sind Investitionen von 25'000 bis 30'000 Franken realistisch – inklusive Installation, vor Förderungen. Neben Fördermitteln haben noch einige andere zentrale Faktoren Einfluss auf die Solaranlagekosten.
Zusätzliche hilfreiche Inhalte
So hoch sind die Kosten für eine Solaranlage im Jahr 2026
Die Preise für Photovoltaikanlagen sind in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. Für eine typische Einfamilienhaus-Anlage mit einer Leistung von 8 bis 10 Kilowattpeak (kWp) auf ca. 50 m² Dachfläche muss man mit Kosten von rund 25'000 bis 30'000 Franken rechnen – je nach Ausstattung und Standort, inklusive Installation.
Bei kleineren Anlagen (bis 10 kWp) sind die Fixkosten pro kWp höher als bei grösseren Anlagen. Pro Quadratmeter und Kilowattpeak wird es bei der Anschaffung also günstiger, je grösser die Anlage ist. Deutlich wichtiger ist jedoch auf lange Sicht, die Verhältnismässigkeit zu wahren. Eine Solaranlage ist wirtschaftlich und amortisiert sich am schnellsten, wenn Sie perfekt für Ihren Bedarf dimensioniert ist. So maximieren Sie Ihren Eigenverbrauch und sparen effizient Stromkosten.
Die wichtigsten Preisfaktoren
- Dachtyp und -zustand (Flach- oder Schrägdach, Sanierungsbedarf)
- Dachausrichtung und Neigungswinkel (optimale Ausrichtung erhöht Ertrag)
- Dachelemente und Hindernisse (Dachfenster, Kamine etc.)
- Solar-Bauform (Aufdach mit Konstruktion der Panels über dem Dach oder Indachanlage mit Solarmodulen im Dach integriert)
- Anlagengrösse und Leistung (Skaleneffekte bei grösseren Anlagen)
- Qualität der Komponenten (Markenmodule, Wechselrichter)
- Zusätzliche Ausstattung (Batteriespeicher, Notstromfunktion, Energiemanagementsystem)
- Regionale Preisunterschiede und Installationsaufwand
Kosten senken und PV-Anlage schneller amortisieren
Damit sich eine Photovoltaikanlage finanziell lohnt, sollte man von den verfügbaren Fördermitteln Gebrauch machen. Die Anfangsinvestition lässt sich mithilfe der Einmalvergütung teils deutlich abfedern – bis zu 30 Prozent der Kosten werden subventioniert.
Um auch im laufenden Betrieb die Kosten niedrig zu halten und die Amortisation zu beschleunigen, ist ein optimierter Eigenverbrauch und die Nutzung von Rückliefervergütungen sehr empfehlenswert. Um das meiste aus der eigenen Solaranlage herauszuholen, kann je nach Strombedarf auch ein Batteriespeicher, eine Wärmepumpe oder der Umstieg auf Elektromobilität sinnvoll sein.
Übliche Gesamtkosten im Vergleich
Pauschale Pakete sind im Bereich Photovoltaik eher unüblich. Die meisten Anlagen sind in ihrer Auslegung immer massgeschneidert, sodass die genauen Kosten pro Gebäude immer variieren.
Im Diagramm finden Sie eine übersichtliche Aufteilung der anfallenden Kosten für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit Ziegeldach (Preise Stand Herbst 2025).
Rechenbeispiel Einfamilienhaus mit Ziegeldach
| PV-Module | 2'633 CHF (9%) |
|---|---|
| Unterkonstruktion, Montage, DC-Installation, Baugerüst | 12'267 CHF (44%) |
| Wechselrichter und Installation | 2'733 CHF (10%) |
| Energieoptimierung/Visualisierung, Inbetriebnahme | 1'500 CHF (5%) |
| Planung, Administration, Kontrollen, Transporte | 5'367 CHF (19%) |
| AC-Elektroinstallationen | 3'667 CHF (13%) |
| Total | 28'167 CHF (100%) |
Kosten senken mit Förderung und Stromeinspeisung
Die Investitionskosten lassen sich durch Fördermittel senken. Im Falle einer angebauten oder freistehenden 10-kWp-Anlage erhält man 3'600 Franken als Einmalvergütung (Stand September 2025). Sie wird pro Kilowattpeak berechnet. Für andere Anlagenformen und Sonderfälle gibt es auch höhere Fördersätze und zusätzliche Boni.
Zusätzlich lassen sich die realen Gesamtkosten durch die Rückliefervergütung verringern. Ohne Batteriespeicher produzieren die meisten Anlagen 80 Prozent Überschuss, der für durchschnittlich 5 bis 10 Rappen pro kWh verkauft werden kann. In einigen Kantonen erhalten Sie sogar 17 Rappen vom örtlichen Elektrizitätswerk.
Die Kosten können auch durch die Optimierung der gesamten Anlage und durch Speicher gesenkt werden. Grob geschätzt kann man von folgenden Berechnungen ausgehen:
- Richtig dimensionierte Anlage ohne Optimierung und Speicher: ca. 25 bis 35 Prozent Eigenverbrauch
- Richtig dimensionierte Anlage mit Optimierung aber ohne Speicher: ca. 35 bis 45 Prozent Eigenverbrauch
- Richtig dimensionierte Anlage mit Optimierung und mit Speicher: ca. 50 bis 65 Prozent Eigenverbrauch
Kosten pro Kilowattpeak
Die Kosten pro Kilowattpeak Leistung umfassen nicht nur die Solarmodule, sondern die gesamte Anlage. Daher gilt: Je grösser die Anlage, desto kleiner die Preise pro kWp. Bezogen auf den Strombedarf (4'500 kWh) und die durchschnittliche Rückliefervergütung würde man ein typisches Schweizer Einfamilienhaus mit 8 bis 10 kWp Photovoltaik-Leistung ausstatten – in Einzelfällen auch mehr. Abhängig vom verwendeten Solarmodul kann man mit etwa 5 m² Dachfläche pro kWp rechnen. Bei 10 kWp werden demnach circa 50 m² Dachfläche benötigt. Preislich würde eine solche Anlage bei etwa 28'000 Franken liegen.
Im Klartext heisst das für Photovoltaik-Anlagen: Bei Anlagen zwischen 5 und 15 kWp sollten Sie mit Kosten zwischen 2'400 und 3'200 Franken pro kWp rechnen. Die Montage von Solarmodulen kostet erst einmal Aufwand und Geld – der finanzielle Unterschied zwischen 30 und 50 kWp ist jedoch nicht mehr so gross wie etwa bei 5 und 15 kWp.
Gewisse Kostenstellen wie Planung, Genehmigung, Baugerüst oder Inbetriebnahme sind nahezu immer gleich und sind verhältnismässig bei grösseren Projekten tiefer.
Speicher, Steuerung, andere Montagearten - zusätzliche Kosten für Solaranlagen
Wer neben der Solaranlage eine aufwendigere Steuerung oder einen Batteriespeicher installieren möchte, muss mit zusätzlichen Kosten rechnen.
Eine optimierte Steuerung (zum Beispiel der CKW PV Manager) kann gegen Aufpreis von rund 1’500 bis 2'500 Franken den Eigenverbrauch um 10 bis 20 Prozent anheben. Dadurch müssen Sie in der Folge weniger teuren Netzstrom beziehen, was auf lange Sicht den Aufpreis wett machen kann. Eine Kopplung mit Smart Home Systemen ist ebenfalls möglich.
Bei besonderen Anlagenarten können die Gesamtkosten teils deutlich abweichen. Für eine Indach-Solaranlage beispielsweise sollten Sie im Schnitt etwa 60 Prozent Mehrkosten einplanen. Bei der Variante Solarziegel belaufen sich die Kosten in etwa auf das Doppelte.
Preise für Batteriespeicher
Batteriespeicher mit Lithium-Ionen-Technologie sind ein gutes Hilfsmittel, um den Eigenverbrauch der PV-Anlage zu erhöhen. Ein erhöhter Eigenverbrauch macht ökologisch immer Sinn, aber wirtschaftlich besonders dann, wenn der Strompreis steigt und Vergütungen für die Netzeinspeisung sinken. Ein Batteriespeicher für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit einer 10-kWp-PV-Anlage kostet rund 5'000 bis 8'000 Franken. In diesem Preis ist auch die Installation, die Inbetriebnahme, das TAG und alle weiteren Dienstleistungen für eine schlüsselfertige Anlage inbegriffen. Erfahren Sie hier mehr zum Thema Batteriespeicher.
Laufende Kosten und Wirtschaftlichkeit
Laufende Kosten fallen bei Photovoltaikanlagen nur wenige an. Ein Wechselrichter und, falls installiert, eine Batterie müssen einmal pro Lebensdauer einer PV-Anlage ausgetauscht werden. Hier fallen Kosten von rund 3'000 Franken für den Wechselrichter an. Die Kosten für einen Batterieersatz sind unterschiedlich.
Eine gesonderte Versicherung ist bei privaten Anlagen nicht notwendig, da die Gebäudeversicherung mögliche Elementarschäden und Feuer abdeckt. Nach der Inbetriebnahme muss eine Meldung an die zuständige Gebäudeversicherung gemacht werden, um die Anlage zu versichern. Die Mehrkosten für die Prämie betragen in der Regel nur einige Franken pro Jahr. Für eventuelle Reinigungsarbeiten, kleinere Reparaturen an der Solarinstallation oder den Ausfall eines Wechselrichters kann man pro Jahr etwa 1 Prozent der Investitionskosten ansetzen. Bei einer durchschnittlichen 10-kWp-Anlage wären das ca. 250 Franken pro Jahr, die die Anlage an jährlichen, laufenden Kosten verursacht. Mit professionellen Reinigungsservices und Wartungsdienstleistungen von Solarfachpersonen unterstützt Sie CKW bei der Langlebigkeit Ihrer PV-Anlage.
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Wir empfehlen, Ihren Eigenverbrauch so weit wie möglich zu optimieren. Eine richtig dimensionierte Anlage mit Optimierung und mit Speicher erhöht den Eigenverbrauch auf 50 bis 65 Prozent.
Wirtschaftlichkeit und Amortisation
Die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage hängt von verschiedensten Faktoren ab und ist nicht pauschal in jedem Fall gegeben. Trotzdem rentiert sich der Kauf in vielen Fällen bereits nach 15 bis 20 Jahren, deutlich vor Ende der Lebensdauer und Produktgarantie durchschnittlicher Solarmodule.
Betrachtet man nur die Kosten der Anschaffung, hätte die Höhe des Kaufpreises enormen Einfluss auf die Amortisationsdauer.
Allerdings sind in einem gewissen Rahmen die initialen Kosten für eine Solarinstallation für jeden Haushalt gleich. Die Startinvestition ist daher nicht der ausschlaggebende Faktor bei der Wirtschaftlichkeit. Tatsächlich kommt es eher auf den eigenen Strombedarf, die Stromkosten vor Ort und die Vergütung für eingespeisten Strom an. Kommen beispielsweise zwei zentrale Faktoren zusammen – hohe Stromkosten und eine hohe Einspeisevergütung – amortisiert sich der Kauf einer Photovoltaik-Anlage sehr schnell.
Beispielrechnung
Wir gehen von folgenden Annahmen aus: Die Photovoltaik-Anlage produziert 10'000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Konservativ angenommen: 7'750 kWh davon werden verkauft, 2'250 kWh selbst genutzt.
Die Stromkosten reduzieren sich um die Hälfte, da nur noch 2'250 kWh Strom zur Deckung des Strombedarfs von 4'500 kWh hinzugekauft werden müssen und 1 Prozent der Investitionskosten der PV-Anlage fallen pro Jahr zur Instandhaltung an. Bei einem Strompreis von 29 Rappen pro Kilowattstunde entspricht die Ersparnis an Stromkosten gut 650 Franken pro Jahr, während 250 Franken zur Instandhaltung der Anlage als zusätzliche Kosten hinzukommen.
| PV-Anlage | Kennzahl |
|---|---|
| PV-Ertrag pro Jahr | 10’000 kWh |
| PV-Kosten (inkl. Förderung) | 25’000 CHF |
| Instandhaltung pro Jahr | 250 CHF |
| 20 % Eigenverbrauch (50 % des Stromverbrauchs) | 2’250 CHF |
| Strom zur Einspeisung | 7’750 kWh |
| Zugekaufter Netzstrom | 2’250 kWh |
Als Rückliefervergütung gehen wir von durchschnittlich 10 Rappen pro Kilowattstunde eingespeistem Strom aus. Bei 650 Franken gesparten Stromkosten und ca. 770 Franken an Rückliefervergütung im Jahr, liegt die Amortisationszeit der Photovoltaik-Anlage für 25'000 Franken bei rund 21 Jahren. Mit einem Stromspeicher, der zu einem Eigenverbrauch von etwa 30 Prozent beiträgt, verlängert sich die Dauer der Amortisation auf etwa 24 Jahre. In dem Fall sind zwar die Stromkosten noch niedriger, allerdings erhöht der Stromspeicher die Investitionskosten.
Sind die Preise für Netzstrom jedoch niedrig und auch die Einspeisevergütung eher gering, kann die Amortisation auch ohne Speicher schon mal 25 Jahre oder länger dauern. Bei solchen Prognosen sollte man aber nicht vergessen, dass der Strompreis auch deutlich schneller als erwartet ansteigen kann. Das wirkt sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit der Solaranlage aus. Schafft man es, den Eigenverbrauch der Anlage weiter zu erhöhen, beschleunigt das auch ihre Amortisation wieder.
Für eine realistische Berechnung Ihrer Solaranlage für Ihr Haus oder Gebäude inklusive Kosten, Förderung, Amortisationsdauer, Solarertrag und mehr nutzen Sie am besten unseren Solarrechner.
Häufige Fragen
Die Gesamtkosten einer Photovoltaikanlage setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen: Solarmodule machen etwa 25 bis 30 Prozent aus, der Wechselrichter rund 10 bis 15 Prozent, das Montagesystem ca. 15 bis 20 Prozent und Montage/Installation etwa 20 bis 30 Prozent. Hochwertige Module und Wechselrichter sind teurer, bieten aber oft längere Lebensdauer und höhere Erträge. Günstigere Komponenten senken die Investition, bergen aber das Risiko von Leistungseinbussen oder kürzeren Garantien.
Strategische Optimierung:
- Komponentenauswahl: Wer auf bewährte Produkte mit guten Garantien setzt, profitiert langfristig von geringeren Ausfallraten und Wartungskosten.
- Anlage dimensionieren: Grosse Anlagen sind pro kWp günstiger. Gleichzeitig werden moderne Solarmodule immer leistungsfähiger, sodass für die gleiche Leistung immer weniger benötigt werden.
- Detaillierte Kostenberechnung: Mit Tools wie dem CKW Solarrechner bekommen Sie genaue Übersicht zu allen Kostenstellen und haben volle Transparenz.
- Förderungen nutzen: Die Einmalvergütung wird pro kWp ausbezahlt und macht grössere Anlagen zusätzlich attraktiv.
Die Kosten können nach Region und Standort deutlich variieren. In alpinen Gebieten sind Installationskosten oft höher, da der Zugang schwieriger ist, spezielle Montagesysteme für Schnee- und Windlasten nötig sind und die Lohnkosten für Handwerker steigen können. Gleichzeitig profitieren alpine Standorte von höherer Sonneneinstrahlung und geringerer Luftverschmutzung, was Solarerträge steigert und die Wirtschaftlichkeit verbessert.
In urbanen Gebieten ist die Installation oft günstiger, da Infrastruktur besser zugänglich ist und Standardmontagesysteme verwendbar sind. Allerdings können Verschattungen durch Nachbargebäude oder Bäume den Ertrag mindern. In Städten sind zudem die Grundstücks- und Dachflächenpreise höher. Betriebskosten sind in beiden Regionen relativ gering, können aber in alpinen Lagen durch erschwerten Zugang leicht steigen.
Die Einmalvergütung bleibt das zentrale Förderinstrument und wird pro installiertem kWp ausbezahlt. Zwar sinkt die Einmalvergütung für kleinere Anlagen leicht, dafür werden grössere Anlagen weiterhin stark gefördert. Seit dem 1. Januar 2025 gibt es einen Parkflächenbonus, wenn eine Anlage mehr als 100 kWp hat und es sich um ein dauerhaftes, bisher unüberdachtes Parkplatzareal handelt.
Eine grosse Änderung gibt es bei der Rückliefervergütung. Diese orientiert sich ab 2026 am Richtstrompreis der Strombörse, wodurch sie in den meisten Fällen niedriger ausfällt als bisher. Für Betreibende kleinerer Anlagen gibt es jedoch eine Mindestvergütung, um sie vor niedrigen Marktpreisen und folglich niedrigen Vergütungen zu schützen. Das macht die Rückliefervergütung und den Ertrag der eigenen Solaranlage deutlich besser planbar.
Darüber hinaus entfallen Netznutzungsgebühren für Anlagenbesitzerinnen und Besitzer, die Stromspeicher nutzen. Für aus Speichern ins Netz eingespeisten Strom muss keine Gebühr mehr bezahlt werden. Zusammen mit den besser planbaren Erträgen aus der Rückliefervergütung macht das den Anlagenbetrieb wirtschaftlicher und attraktiver.
Die Vergütungen werden durch Pronovo AG jeweils auf dem 1. April eines Jahres angepasst.